Royal Concertgebouw Orchestra

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Das in Amsterdam ansässige Concertgebouw-Orchester, das den unaufdringlichen Glanz seiner musikalischen Heimat widerspiegelt, ist bekannt für die langen Amtszeiten seiner Dirigent:innen, seine vollmundigen Streicher und seine fast 1.000 Aufnahmen. Der Konzertsaal des Concertgebouw wurde im April 1888 eröffnet – und das neue Concertgebouw-Orchester debütierte noch im selben Jahr unter dem Chefdirigenten Willem Kes. Sein Nachfolger Willem Mengelberg übernahm 1895 im Alter von nur 24 Jahren das Amt und blieb ein halbes Jahrhundert lang. In dieser Zeit knüpfte das Orchester eine enge Verbindung zu den zeitgenössischen Komponisten Gustav Mahler, der Mengelberg als seinen vertrauenswürdigsten Interpreten betrachtete, und Richard Strauss, der dem Orchester 1898 „Ein Heldenleben“ widmete. Nach dem Anton Bruckner-Spezialisten Eduard van Beinum (der am Pult verstarb) wurde Bernard Haitink 1963 Chefdirigent und steigerte das Profil des Orchesters mit unprätentiös-autoritären Gesamteinspielungen von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Riccardo Chailly wurde 1988 der erste Nicht-Niederländer an der Spitze des Orchesters, als die niederländische Königin Beatrix sowohl dem Orchester als auch dem Konzertsaal eine königliche Aufwertung verlieh. Chailly, ein überzeugter Modernist, sorgte bei der Aufnahme von Orchesterwerken von Igor Strawinsky, Olivier Messiaen und Edgard Varèse für den reichen klassischen Klang des heutigen Concertgebouw-Orchesters. Als erst sechster und siebter Chefdirigent des Orchesters führten Mariss Jansons (2004–15) und Daniele Gatti (2016–18) das Concertgebouw in eine moderne Ära mit kürzeren Amtszeiten – aber nicht weniger anspruchsvollen musikalischen Standards.

HERKUNFT
Netherlands
GEGRÜNDET
1888
GENRE
Klassik
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