Clueso
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Es ist bemerkenswert, wie Clueso durch die letzten Dekaden geglitten ist. Auf seinem ersten Album, dem 2001 erschienenen „Text und Ton“, spielte er entspannten Deutschrap, der an dem andockte, was in Stuttgart Bands wie Freundeskreis machten. Doch schon auf dem Nachfolger „Gute Musik“ (2004) verschob er die Regler hin zum Gesang. Mehrere Studioalben sind seitdem erschienen, Clueso wurde über die Jahre zu einem der besten Songwriter der Republik. Er erreichte drei Mal die Spitzenposition der deutschen Albumcharts, tourte mit Herbert Grönemeyer und nahm eine Fußball-Single mit den Fantastischen Vier auf („Zusammen“, 2018). Der 1980 geborene Erfurter ist also ein Hansdampf in allen Gassen. Und trotzdem besitzen seine Songs einen sehr eigenen Charakter – egal in welche Richtung sie ausschlagen. Das liegt daran, dass Clueso vom Hip-Hop einiges in seine Popsongs übertragen hat: zunächst einmal sein irre gutes Rhythmusgefühl. Ein Song wie „Kein Bock zu gehen“, mit dem er 2005 Thüringen beim Bundesvision Song Contest vertrat, hat jeden Break, jeden Beckenschlag genau am richtigen Platz. Vor allem aber schult Hip-Hop natürlich, was das Texten angeht. Clueso packt Alltag in drei, vier Minuten, singt über Liebe, Freundschaft, kleine und große Probleme mit einer Wortgewalt, die ihn von vielen Kolleg:innen unterscheidet. In „Willkommen Zurück“, der 2021 erschienenen Single mit Andreas Bourani, heißt es: „Kein schiefer Ton. Beste Version. Lass los und stoß Vergangenes vom Thron.“ Vielleicht ist genau dieser wache Blick nach vorne das Geheimnis seines Erfolgs.

  • HEIMATORT
    Erfurt, Germany
  • GEBOREN
    09. April 1980

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