

Alexis Ffrench ist mit Sicherheit einer der vielseitigsten Komponist:innen und Musiker:innen Großbritanniens. Er schreibt – und spielt – auf seinem Klavier fast schwebende Melodien, die mal mit Pop und Soul flirten, mal mit ambienten Strukturen Szenen zu untermalen scheinen, die noch gedreht werden müssen. „Truth“ ist Ffrenchs bisher ernsthaftestes Album, gaben doch seine Verzweiflung und sein Gefühl der Hilflosigkeit nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd den Impuls dazu. Und doch gelingt es Ffrench, aus dieser so traurigen Ausgangsstimmung eine Schönheit der Hoffnung abzuleiten: Das wunderbare „Guiding Light“ klingt bereits wie ein moderner Klassiker, ebenso wie „Broken Sunsets“, das mit einem 70-köpfigen Orchester in den Wiener Synchron Stage-Studios eingespielt wurde. Leona Lewis gastiert auf der Power-Ballade „One Look“, die erneut Ffrenchs Vermögen unter Beweis stellt, musikalische Grenzen mühelos zu überwinden.