K.I.Z

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Infos zu K.I.Z

K.I.Z. (Kannibalen in Zivil) haben dem deutschen Hip-Hop einen großen Gefallen getan. Ganz und gar selbstlos boten sich im Jahr 2000 vier Kreuzberger Jungs an und sagten: Wir sind von nun an dein schlechtes Gewissen, lieber Deutschrap, und werden dich kontinuierlich an deine Fehler und Makel erinnern – aber: mit Humor. Und das taten sie. Angefangen mit zwei wild pöbelnden Mixtapes auf dem legendären Underground-Label Royal Bunker etablierten sich K.I.Z. schnell als die Hip-Hop-Gruppe mit dem derbsten und dunkelsten Humor, beißend ironischen Texten, witzigen Parodien auf erfolgreiche Rap-Songs und einem konstanten Spiel mit allen Klischees, die das Genre so zu bieten hat. Gewaltverherrlichung, Sexismus, Homophobie, Angebereien – alles Dinge, die K.I.Z. auf eine Art und Weise reproduzieren, die stets auf dem schmalen Grat zwischen Kritik und Affirmation wandelt und gerade deshalb so wirksam ist. Nach zwei Mixtapes wechselten die Kannibalen in Zivil zu Universal Music, was der Qualität ihrer Musik nicht schadete – im Gegenteil. Vor allem „Hahnenkampf“ (2007) und „Hurra die Welt geht unter“ (2015) gehören zweifelsohne zu den wichtigsten deutschsprachigen Rap-Alben der letzten 20 Jahre und zeigen zudem die Pole, zwischen denen sich die Musik von Nico, Tarek und Maxim (Gründungsmitglied DJ Craft schied 2018 aus der Band aus) heute bewegt: Provokation und derber Humor auf der einen und Gesellschaftskritik sowie politisches Sendungsbewusstsein auf der anderen Seite.

HERKUNFT
Germany
GEGRÜNDET
1982
GENRE
Hip-Hop/Rap
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