Claudio Abbado

Essenzielle Alben

  • Mozart: Piano Concertos Nos. 20 & 21

Playlists

Infos zu Claudio Abbado

Bei den Proben fast so wortkarg wie gegenüber der Presse, vermittelte Claudio Abbado den Orchestern durch sein ausdrucksstarkes Dirigat, was er in Bezug auf Instrumentenfarbe, Phrasierung und Interpretation verlangte. Er fühlte sich am wohlsten in den lebhaften Stücken von Modest Mussorgski, Giuseppe Verdi, Claude Debussy und Sergej Prokofjew, ergänzt durch die lyrische sinfonische Tradition von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und vor allem Gustav Mahler. Abbado wurde 1933 in Mailand in eine Musikerfamilie geboren und beschloss, Dirigent zu werden, nachdem er eine Aufführung von Debussys subtilen und bezaubernden „Nocturnes“ (1892-1899) besucht hatte. Seine Vorliebe galt einem eher farbenfrohen Repertoire: Die erste Oper, die er 1959 dirigierte, stammte nicht aus dem italienischen Standardrepertoire, es war Prokofjews spielerisch-surreale „Die Liebe zu den drei Orangen“ (1921). Obwohl von Natur aus schüchtern, sicherte ihm seine Musikalität Spitzenpositionen als Chefdirigent oder künstlerischer Leiter mehrerer renommierter Orchester und Opernhäuser. Dazu gehörten das London Symphony Orchestra, die Scala – wo er sich für zeitgenössische Komponisten wie Luigi Nono einsetzte und das Opernorchester zu einem eigenständigen sinfonischen Klangkörper formte –, die Wiener Staatsoper und die Berliner Philharmoniker. Abbado selbst gründete mehrere Orchester, die sich aus talentierten jungen Musiker:innen zusammensetzten und aus denen wiederum Ableger wie das Chamber Orchestra of Europe und das Mahler Chamber Orchestra hervorgingen. Er starb 2014 und hinterließ ein reiches Vermächtnis an Aufnahmen und Spitzenorchestern.

HEIMATORT
Milan, Italy
GEBOREN
26. Juni 1933
GENRE
Klassik

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