

Fünf Jahrhunderte: Das ist die zeitliche Spannweite, die die Musik auf diesem Album umfasst. Und doch wirkt sie wie aus einem Guss. Das hat zwei Gründe: Zum einen besitzt die kanadisch-italienische Mezzosopranistin Emily D’Angelo eine überaus charakteristische Stimme, die jedem Lied sofort etwas sehr Eigenes gibt. Vor allem aber zeigt sie ein kluges Händchen bei der Zusammenstellung: Geschmackssicher verbindet sie klassisches Repertoire, etwa von John Dowland oder Henry Purcell, mit modernen Werken, zum Beispiel von Randy Newman, Jeanine Tesori oder Ween. Für die musikalische Begleitung zeichnen Sophia Muñoz (Klavier), Bruno Helstroffer (E‑Gitarre) und Jonas Niederstadt (Bass, Synthesizer, Schlagzeug) verantwortlich; sie betten die Stimme der Sängerin in warme, sphärische Klanglandschaften.