

Als sich Tinashe im Jahr 2019 von ihrem Label trennte, freute sie sich über die Gelegenheit, die volle Kontrolle über ihr kreatives Schaffen zu übernehmen. Zuerst erschien „Songs For You“, ein hochgelobtes Album, auf dem sich die Sängerin in ihrer neu gefundenen Freiheit sonnte. „333“ folgt diesem Beispiel und lässt die Grenzen zwischen Pop und R&B mit Elektro- und Hip-Hop-Elementen verschwimmen. In einem Interview mit Zane Lowe von Apple Music verweist Tinashe als Beispiel für ihre genreübergreifenden Bestrebungen auf den spektakulären Titeltrack – ein sich ständig veränderndes Musik-Abenteuer, das sich von schlichten Harmonien in eine orchestrale Traumlandschaft verwandelt. „James Blake und sein Einsatz von Stille hat mich schon immer inspiriert, das wollte ich in dieses Projekt einfließen lassen“, erklärt sie. „Ich denke, dieser Song ist ein perfektes Beispiel – für mich passt er überhaupt nicht in ein bestimmtes Genre. Er ist einfach eine klangliche Erfahrung und genau deshalb liebe ich ihn.“
An anderer Stelle unterstreichen Songs wie „Let Me Down Slowly“ oder „Bouncin‘, Pt. 2“ Tinashes experimentelle Ader, indem sie mit Tempi und Atmosphäre spielen. Solche Momente stehen im Gegensatz zu den eher ruhigen Phasen des Albums: Zusammengenommen ergeben sie eine Collage aus Tinashes Inspirationen und Ambitionen. „Ich bin bei diesem Projekt wirklich stolz auf mich. Gerade weil ich das Gefühl habe, dass ich all die Dinge zusammengetragen habe, aus denen ich gelernt habe, was ich nicht tun wollte, wie ich mich nicht bewegen wollte, was sich nicht richtig anfühlte“, sagt sie. „Es hat mir wirklich geholfen, eine genaue Vorstellung davon zu entwickeln, was meine Kunst, mein Projekt und meine Bestimmung ist.“