

Eine im wahrsten Sinne des Wortes mutige Idee brachte Das Lumpenpack im Sommer 2024 dazu, neue Songs zu schreiben. Das Ziel: ein Lied aus dem Moment zu machen, in dem man spürt, dass man alles schaffen kann – bevor einen der Mut verlässt. Das Ergebnis: 13 Tracks, die lauter sind, als man es von den deutschen Punkrocker:innen gewohnt ist. Sie kreisen um Mut, Hoffnung und Aufbruch, sie reißen mit und hallen lange nach. Entschlossen steigen die fünf Musiker:innen mit dem titelgebenden Opener „Bevor der Mut dich verlässt“ ins Album ein. Sie entfachen ein Feuer aus Sound und Texten, das gekonnt Gesellschaftskritik übt, ohne dabei verbittert oder pathetisch zu wirken. Gemeinsam mit Sportfreunde Stiller und Peter Balboa ruft Das Lumpenpack in „Wand“: „Wenn wir die Karre an die Wand fahren, dann zusammen“. Man fühlt sich förmlich in eben diese Karre versetzt und steuert auf den „Point of no Return“ zu – aussteigen kommt danach nicht mehr infrage. Volle Kraft voraus treibt einen das Album weiter durch die Klangwelt einer der relevantesten deutschen Rockbands: „Alles schwarz“ rüttelt wach, „Diskrepanz“ präsentiert sich als Anti-Lovesong voller Wortmagie. Und in „Boys“ rechnet Das Lumpenpack gemeinsam mit REMOTE BONDAGE mit den Missständen der Indie-Musikszene ab. Insgesamt lässt sich also sagen: Fulminant geht es auch auf dem achten Studioalbum der Band weiter – mit Botschaften zum Nachdenken, Mitsingen und Durchdrehen.