

„Wie anspruchsvoll Songwriting wirklich ist, habe ich beim ersten Album gelernt. Beim zweiten Album habe ich es dann weiter perfektioniert und den Prozess viel besser verstanden.“ So erzählt es John Summit im Gespräch mit Apple Music. Es ist kein Zufall, dass das zweite Album des DJs am 15. April 2026 erschienen ist. Denn das ist auch das Datum, an dem in den USA jedes Jahr die Steuererklärung eingereicht werden muss. So spielt der Titel des Albums auf eine Tastenkombination aus Summits Zeit als Buchhalter an, bevor er zum Superstar wurde. Vom Job unerfüllt, zog es ihn nachts auf der Suche nach Ablenkung in die Clubs – bis er schließlich selbst zum DJ wurde. „CTRL ESCAPE“ erforscht nun die Spannung zwischen der Monotonie seines früheren Büroalltags und der Befreiung auf der Tanzfläche unter flackernden Stroboskoplichtern. Der Eröffnungstrack „STATUS:AWAY“ beschreibt das Gefühl dieses Büroalltags: „Every day feels like a simulation … The clock doesn’t move/It just repeats“ („Jeder Tag ist wie eine Simulation … Die Uhr bewegt sich nicht / Alles wiederholt sich nur“). Der Track „SHADOWS“ lädt ins Unbekannte ein: „What if this world was never what it seemed?/Open your mind and find your space to breathe” („Was, wenn diese Welt nie das war, was sie schien? / Öffne deinen Geist und finde deinen Raum zum Atmen“). Und „LIGHTS GO OUT“ beantwortet die Frage, was passiert, wenn Büromenschen endlich Feierabend machen – mit gewaltigem Tech House und explosiven Drops, die wie geschaffen sind für Ekstase in dunklen Lagerhallen. Aber selbst Club-Könige wie Summit – der kurz vor der Albumveröffentlichung einen 21‑stündigen DJ-Marathon hinlegte – brauchen mal eine Auszeit von der Tanzfläche. Er erklärt gegenüber Apple Music, dass er eine dreimonatige Tourpause eingelegt habe, um an dem Projekt zu arbeiten: „Es war toll, weil ich einfach über alles schreiben und mehr experimentieren konnte. Denn ich musste mich ja nicht wirklich um Live-Shows kümmern.“ Diese kreative Pause führte auch dazu, dass er mit The Chainsmokers am House-Drum ’n’ Bass-Hybrid „ALL THE TIME“ arbeitete, zusammen mit Julia Wolf auf „WITH ME“ Trance, Emo und Indie-Rock mixte und im Team‑up mit Reggaetón-Künstler Feid auf „CHICA 305“ Latin Tech House schuf, der mit Hörnern und spanischen Gitarren pulsiert. „Ich wollte schon immer eine spanischsprachige Platte mit einem echten Latin-Star aufnehmen“, erzählt er. Summit liefert noch mehr Zündstoff für die Clubs, etwa mit dem hypnotischen Track „SATA“ und dem fesselnden „MESS W/ ME“, deren tiefe Basslines direkt ins Mark gehen und zum Tanzen animieren. Gleichzeitig kombiniert „SHADES OF BLUE“ emotionale Texte mit einer leichtfüßigen, melodischen Produktion. Dadurch kann man den Song als hymnischen Nachfolger von Summits Hits „Where You Are“ und „Shiver“ bezeichnen. Auf „DON’T BELIEVE IT“ ist der DJ ganz in seinem Element – durch sonnigen Piano House, der ebenso reizvoll wie groovig daherkommt und in den Lyrics die Freiheit feiert, alles dem Schicksal zu überlassen: „I don’t even know where to go/That’s how I like it“ („Ich habe keinen Plan, wohin ich gehen soll / So mag ich es“).