

Seit seinem 2021er-Debütalbum „Actual Life (April 14 – December 17 2020)“ liefert der englische Producer Fred again.. Album um Album fein komponierte Momentaufnahmen seines Lebens. Doch sein fortlaufendes – oder, wie er sagt, unendliches – Projekt „USB“ ist etwas ganz anderes. Er startete die Reihe 2022 als Sammelplatz für seine freieren Tracks, die nicht so recht in seine Alben passen wollen. Seitdem hat sie längst ein Eigenleben entwickelt. Parallel dazu laufen seine angesagten DJ‑Sets, bei denen er sich schon mal die Bühne mit Four Tet, Thomas Bangalter oder ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U teilt. „[‚USB‘] ist einfach ein endloses Album, das ich immer weiter ergänzen werde“, erzählt er im Gespräch mit Zane Lowe von Apple Music. „Hoffentlich sind irgendwann 200 Songs drauf.“ Neben älteren Beiträgen wie „Baby again..“ mit Skrillex und Four Tet, Edits von Future und Lil Yachty oder „Jungle“, einer seiner seltenen Solonummern, steht eine ganze Reihe neuer Team‑ups, wie gemacht für maximale Rave-Wirkung. Dazu gehören „Victory Lap“ mit Skepta und PlaqueBoyMax, das auf einem Doechii-Sample basiert, oder „you’re a star“ mit Amyl and The Sniffers aus Australien. An anderer Stelle tauchen Vocals der nigerianischen Sängerin Winny auf, ebenso wie die Rapper Danny Brown und JPEGMAFIA oder Co-Produktionen mit Caribou und Floating Points. „Am meisten mag ich das Gefühl, etwas im Dialog zu erschaffen, wenn sich die Sache lebendig anfühlt und atmet“, sagt Fred again... „Ich spiele ständig Edits, die ich am selben Tag gemacht habe – ich pack sie abends ins Set und merke dann erst, wie sie sich für mich anfühlen. Für mich sind [Alben] etwas Intensives, Weitläufiges; sie müssen wie Tagebucheinträge funktionieren, wie vollständige Statements. Und bei ‚USB‘ geht’s eher darum: Würde ich diesen Track auf meinen USB-Stick packen? Würde ich ihn heute Abend vor Leuten spielen wollen? Das ist der Test.“