Icon

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Brent Faiyaz machte keine halben Sachen, als er sein lang erwartetes drittes Album benannte. Und wenn schon das dramatisch wirkende Orchester-Intro von „Icon“ die großen Ambitionen des Musikers nicht deutlich genug macht, dann tun das spätestens die darauffolgenden neun Tracks mit ihrem emotional direkten und zugleich musikalisch vielschichtigen R&B-Sound. Anders gesagt: „Icon“ zeigt deutlich, warum Faiyaz zum Lieblingssänger deiner Lieblingsrapper:innen geworden ist. „other side.“ setzt Faiyaz‘ wunderbare Stimme in einem opulenten Proto-Disco-Soul-Track in Szene, während das treffend betitelte „pure fantasy.“ als schillernder Slow Jam daherkommt, in dem sich der Sänger wie ein 1980er-Popstar auf dem Niveau von Michael Jackson fühlen kann – inklusive tosendem Publikumsjubel. Doch „Icon“ ist auch groß genug, um den künstlerischen Eigenheiten des Musikers Raum zu geben. So ist etwa in „have to.“, einem Team‑up mit Tommy Richman, verspieltes Pitch Shifting zu hören. Und der verträumte Track „strangers.“, der stark an Frank Ocean erinnert, löst sich in eine roboterhafte Motivationsrede auf, die so auch aus Radioheads „OK Computer“ stammen könnte.

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