11 Titel, 33 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

Mit ihrer Powerstimme, ihrem messerscharfen Verstand und ihrem unermüdlichen Engagement für Body Positivity und Self-Care ist Melissa Jefferson alias Lizzo genau der unerschrockene Popstar, den wir brauchen. Die in Detroit geborene Sängerin und klassisch ausgebildete Flötistin entdeckte sehr früh ihre musikalische Begabung („Die Begabung hat mich entdeckt“, erzählt sie Apple Music) und fing schon kurz nach der Highschool an, in Minneapolis Songs aufzunehmen. Doch das für sie so charakteristische Selbstbewusstsein war nicht von Anfang an vorhanden. „Ich musste wirklich sehr tief in mich gehen, an einen sehr dunklen Ort, um es zu entdecken“, sagt sie. Dies ist wohl auch der Grund, warum ihr drittes Album „Cuz I Love You“ wie ein Siegesfeldzug klingt – bombastische Bläser („Cuz I Love You“), clubtaugliche Beats („Tempo“ mit Missy Elliott) und der Swag einer Diva (wie in der Textzeile „Nein, ich bin ganz bestimmt kein Snack/Schau mich an, Baby, ich bin die ganze verdammte Mahlzeit“ aus ihrem Megahit „Juice“). Doch zu ihren Markenzeichen zählen mehr als geistreiche Rhymes und hochkarätige Features. In Songs wie „Better In Color“ – eine fulminante Ansage an Menschen aller Hautfarben, aufeinander zuzugehen – hat sie eine wichtige Botschaft für uns: Es reicht nicht, nur uns selbst zu lieben, wir müssen auch unsere Mitmenschen lieben. Lies weiter, um tiefer in Lizzos Gedankenwelt einzutauchen und mehr über ihre Blockbuster-Songs zu erfahren.

„Cuz I Love You“ „Jedes meiner Projekte beginne ich mit einem grandiosen, von Bläsern dominierten Moment. Und wenn ich ‚Moment‘ sage, dann meine ich auch ‚Moment‘. Das ist meine Art zu sagen: ‚Steht verdammt nochmal auf, Lizzo ist am Start!‘ Es ist einer dieser Songs, die dich gleich auf Touren bringen. Sobald du ihn hörst, weißt du sofort: ‚Okay, jetzt geht es los‘. Das ist ein verdammt guter Einstieg in ein Album.“

„Like A Girl“ „Wir wollten das alte Klischee auf den Kopf stellen, all diese negativen Konnotationen abschütteln und diese dann durch etwas ersetzen, das stärkt. Serena Williams spielt wie eine Frau, und sie gehört zu den größten Sportlerinnen des Planeten. Also was wäre, wenn Tränen nicht als Schwäche, sondern als etwas angesehen würden, das dich stark macht? Als wir an der Bridge arbeiteten, fiel mir auf, dass da etwas Wichtiges fehlt: Was ist, wenn du dich als Frau fühlst, aber mit einem anderen Geschlecht geboren wurdest? Oder was ist, wenn du als Mann deine feminine Seite auslebst? Was ist mit den Homosexuellen? Was ist mit den Dragqueens? Also hab ich mich für ‚Wenn du dich wie eine Frau fühlst, dann bist du auch eine echte Frau‘ entschieden. Das ist meine Lieblingszeile auf dem ganzen Album.“
„Juice“ „Wenn du dir nur einen Song von ‚Cuz I Love You‘ anhören willst, dann muss es der hier sein. Er ist natürlich ein Banger, aber auch eine Lebenseinstellung. Im Endeffekt will ich, dass sich die Menschen gut fühlen, wenn sie meine Musik hören. Sie soll ihnen helfen, sich selbst zu lieben. In diesem Song geht es darum, in den Spiegel zu schauen und das zu lieben, was man sieht, und es auch allen anderen zu sagen. Es war der vorletzte Song, direkt vor ‚Soulmate‘, den ich für dieses Album geschrieben habe. Für mich drückt er genau das aus, worum es mir im Leben geht. Ich hab ihn zusammen mit Ricky Reed geschrieben, den ich für genial halte.“

„Soulmate“ „Ich hab ein ziemlich ungesundes Verhältnis zur Einsamkeit. Aus diesem Grund hab ich mir professionelle Hilfe geholt und eine Therapie gemacht. Ich meine jetzt nicht Einsamkeit im Sinne von ‚Oh, ich hab keinen Mann‘. Ich meine eher so in die Richtung einer manischen Depression, mit der ich zu kämpfen habe. Ich dachte mir irgendwann, dass ich einen Song brauche, der mich daran erinnert, dass ich nicht einsam bin, und der die Person beschreibt, die ich sein will. Und es war mir wichtig, einen Bounce-Song im New Orleans-Stil zu haben, weil ich mit DJ Jubilee und Twerken im Club aufgewachsen bin. Es ist wirklich der Hammer, dass ich beides kombinieren konnte.“

„Jerome“ „Das war der erste Song, den ich mit den X Ambassadors gemacht hab. [Lead-Sänger] Sam Harris ist eine Klasse für sich. Es war einer dieser Tage, an denen du ohne große Erwartungen ins Studio gehst und total geflasht wieder rauskommst, weil du das Ding durchgezogen hast. Ich liebe diesen Song, weil er so modern ist. Es geht um die Liebe zu einem Fuccboi [coole Typen, die zwar für eine Nacht ganz nett sein mögen, aber in einer Beziehung für jede Menge Probleme sorgen]. Es gibt nicht genügend Songs darüber. Es gibt so viele Songs über märchenhafte Lovestorys und unerwiderte Liebe, aber es gibt nur wenige Songs über die Liebe zu einem Fuccboi. Über all die Dinge, mit denen du dich auseinandersetzen musst, wenn du in einer komplizierten Beziehungsphase steckst. Diese Story musste einfach mal erzählt werden.“

„Cry Baby“ „Das ist einer der musikalischsten Momente auf einem sehr musikalischen Album. Und er hat diesen Minneapolis-Sound. Der Song ist fast eine Powerballade, was ich besonders mag. Die Lyrics sind direkt aus meinem Leben gegriffen: Ich saß mit einem Typen im Auto – einer kleinen roten Corvette aus den 80ern und nein, es war nicht Prince – und hab geheult. Aber nicht, weil ich traurig war, sondern weil ich ihn liebte. Es war ein ganz anderes Spektrum an Emotionen. Der Song fängt an mit ‚Fahr mal rechts ran/Tu nicht so, als wüsstest du nicht warum‘ und das ist wirklich so passiert. Er ist rechts rangefahren und ich saß da, hab geheult und ihm alle meine Gefühle gestanden.“

„Tempo“ „‚Tempo‘ hätte es fast nicht aufs Album geschafft, weil ich ziemlich lange der Meinung war, der Song würde nicht passen. Das Album strotzt mit Gitarren und mächtigen Bläser-Sounds, während ‚Tempo‘ eher ein Club-Track ist. Darum hab ich ihn erstmal außen vor gelassen. Als das Projekt fertig war und wir das Ergebnis mit dem Label zusammen angehört haben, spielte ich das Album komplett durch. Am Ende hab ich dann meine Leute gefragt, ob es ihrer Meinung nach noch was gäbe, das ich unbedingt spielen soll – und nur zur Info, meine Mädels waren auch da und wir haben die ganze Zeit getrunken und getanzt – und sie sagten: ‚Tempo! Los, spiel ihn einfach und schau, wie die Leute reagieren.‘ Das hab ich dann auch gemacht. Kein Witz. Alle im Raum haben mich angeschaut und wahrscheinlich gedacht: ‚Bist du verrückt? Wenn du diesen Song nicht aufs Album packst, ist dir nicht mehr zu helfen.‘ Dann haben wir Missy ins Boot geholt und den Rest kennt ihr ja.“
„Exactly How I Feel“ „Damals, als ich gerade mit dem Song anfing, hatte ich diese Textzeile: ‚Ich denke immer nur an Gucci‘. Ich fand das ganz lustig. Ein paar Monate später hab ich den Song dann bei Atlantic [Records] vorgespielt und als die Stelle kam, hab ich im Spaß gesagt: ‚Danke für das Gucci-Feature, Leute!‘ Und dieser Managertyp meinte: ‚Wir können das mit Gucci klarmachen, wenn du willst‘. Und ich dachte mir nur: ‚Verdammt, wieso eigentlich nicht?‘ Ich liebe Gucci Mane. Ich finde ihn unproblematisch, er macht einen guten Job und sorgt für Swag. Viel tiefer geht es ehrlich gesagt aber nicht. Der Rest des Songs hat aber mehr Bedeutung: Er soll dich darin bestärken, stolz auf deine Gefühle zu sein und sie nicht zu verstecken oder nur vorzutäuschen. Aber das Gucci-Feature hat echt Spaß gemacht.“

„Better In Color“ „Das ist der nerdigste Song, den ich je geschrieben hab. Kein Scherz. Aber ich finde ihn einfach klasse. Ich wollte über Liebe, Leidenschaft und Sex singen, ganz ohne das typische Schubladendenken, das bei diesen Themen gerne aufkommt: ‚In wen dürfen wir uns verlieben und in wen nicht?‘ Darum sollte es nicht gehen. Es sollte nicht um Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder finanziellen Status gehen. Denn wen interessiert das schon? Probier was Neues aus, Mann. Liebe ist in bunt viel schöner. Liebe ist für mich nicht schwarz-weiß.“
„Heaven Help Me“ „Bei meiner Arbeit am Album dachte ich mir irgendwann: ‚Wenn Aretha [Franklin] ein Rap-Album gemacht hätte, wie hätte sich das wohl angehört?‘ ‚Heaven Help Me‘ kommt da am ehesten für mich an Arethas Sound ran. Das Klavier? Das ist genau ihr Ding. Im Song geht es um eine Person, die selbstbewusst ist und für die Selbstliebe wichtig ist – also jemand wie ich – die aber gerade etwas angepisst ist und sich deshalb zurückzieht. Es ist eine Reise durch die ganze Bandbreite meiner Emotionen zum Thema Liebe. Der Song startet mit ‚Ich bin zu süß für dich, komm, mach ’nen Abgang‘ und geht dann über zu ‚Was stimmt nicht mit mir? Warum vergraul ich die Jungs?‘ und endet dann ganz verletzlich mit ‚Ich heul schon die ganze Zeit und muss ständig an dich denken‘. Ich sag immer: ‚Wer mich daten will, soll sich diesen Song anhören, dann weiß er Bescheid, was ihn erwartet.‘“
„Lingerie“ „Ich hab bisher noch keine sexy Songs geschrieben. Das war also ganz neu für mich. Beim Schreiben der Lyrics bin ich wirklich rot geworden. Ich musste erst mal loslassen. Der Song dreht sich um eine meiner Fantasien und er hat drei Akkordwechsel. Ich kann nur sagen, dass das gar nicht so einfach zu singen war. Für mich war es wie ‚Love On Top‘ von Beyoncé. Und man erwartet auch nicht, dass das Album so endet. Es lässt dich mit dem Gefühl zurück, dass du eigentlich noch mehr willst.“

UNSERE ANMERKUNGEN

Mit ihrer Powerstimme, ihrem messerscharfen Verstand und ihrem unermüdlichen Engagement für Body Positivity und Self-Care ist Melissa Jefferson alias Lizzo genau der unerschrockene Popstar, den wir brauchen. Die in Detroit geborene Sängerin und klassisch ausgebildete Flötistin entdeckte sehr früh ihre musikalische Begabung („Die Begabung hat mich entdeckt“, erzählt sie Apple Music) und fing schon kurz nach der Highschool an, in Minneapolis Songs aufzunehmen. Doch das für sie so charakteristische Selbstbewusstsein war nicht von Anfang an vorhanden. „Ich musste wirklich sehr tief in mich gehen, an einen sehr dunklen Ort, um es zu entdecken“, sagt sie. Dies ist wohl auch der Grund, warum ihr drittes Album „Cuz I Love You“ wie ein Siegesfeldzug klingt – bombastische Bläser („Cuz I Love You“), clubtaugliche Beats („Tempo“ mit Missy Elliott) und der Swag einer Diva (wie in der Textzeile „Nein, ich bin ganz bestimmt kein Snack/Schau mich an, Baby, ich bin die ganze verdammte Mahlzeit“ aus ihrem Megahit „Juice“). Doch zu ihren Markenzeichen zählen mehr als geistreiche Rhymes und hochkarätige Features. In Songs wie „Better In Color“ – eine fulminante Ansage an Menschen aller Hautfarben, aufeinander zuzugehen – hat sie eine wichtige Botschaft für uns: Es reicht nicht, nur uns selbst zu lieben, wir müssen auch unsere Mitmenschen lieben. Lies weiter, um tiefer in Lizzos Gedankenwelt einzutauchen und mehr über ihre Blockbuster-Songs zu erfahren.

„Cuz I Love You“ „Jedes meiner Projekte beginne ich mit einem grandiosen, von Bläsern dominierten Moment. Und wenn ich ‚Moment‘ sage, dann meine ich auch ‚Moment‘. Das ist meine Art zu sagen: ‚Steht verdammt nochmal auf, Lizzo ist am Start!‘ Es ist einer dieser Songs, die dich gleich auf Touren bringen. Sobald du ihn hörst, weißt du sofort: ‚Okay, jetzt geht es los‘. Das ist ein verdammt guter Einstieg in ein Album.“

„Like A Girl“ „Wir wollten das alte Klischee auf den Kopf stellen, all diese negativen Konnotationen abschütteln und diese dann durch etwas ersetzen, das stärkt. Serena Williams spielt wie eine Frau, und sie gehört zu den größten Sportlerinnen des Planeten. Also was wäre, wenn Tränen nicht als Schwäche, sondern als etwas angesehen würden, das dich stark macht? Als wir an der Bridge arbeiteten, fiel mir auf, dass da etwas Wichtiges fehlt: Was ist, wenn du dich als Frau fühlst, aber mit einem anderen Geschlecht geboren wurdest? Oder was ist, wenn du als Mann deine feminine Seite auslebst? Was ist mit den Homosexuellen? Was ist mit den Dragqueens? Also hab ich mich für ‚Wenn du dich wie eine Frau fühlst, dann bist du auch eine echte Frau‘ entschieden. Das ist meine Lieblingszeile auf dem ganzen Album.“
„Juice“ „Wenn du dir nur einen Song von ‚Cuz I Love You‘ anhören willst, dann muss es der hier sein. Er ist natürlich ein Banger, aber auch eine Lebenseinstellung. Im Endeffekt will ich, dass sich die Menschen gut fühlen, wenn sie meine Musik hören. Sie soll ihnen helfen, sich selbst zu lieben. In diesem Song geht es darum, in den Spiegel zu schauen und das zu lieben, was man sieht, und es auch allen anderen zu sagen. Es war der vorletzte Song, direkt vor ‚Soulmate‘, den ich für dieses Album geschrieben habe. Für mich drückt er genau das aus, worum es mir im Leben geht. Ich hab ihn zusammen mit Ricky Reed geschrieben, den ich für genial halte.“

„Soulmate“ „Ich hab ein ziemlich ungesundes Verhältnis zur Einsamkeit. Aus diesem Grund hab ich mir professionelle Hilfe geholt und eine Therapie gemacht. Ich meine jetzt nicht Einsamkeit im Sinne von ‚Oh, ich hab keinen Mann‘. Ich meine eher so in die Richtung einer manischen Depression, mit der ich zu kämpfen habe. Ich dachte mir irgendwann, dass ich einen Song brauche, der mich daran erinnert, dass ich nicht einsam bin, und der die Person beschreibt, die ich sein will. Und es war mir wichtig, einen Bounce-Song im New Orleans-Stil zu haben, weil ich mit DJ Jubilee und Twerken im Club aufgewachsen bin. Es ist wirklich der Hammer, dass ich beides kombinieren konnte.“

„Jerome“ „Das war der erste Song, den ich mit den X Ambassadors gemacht hab. [Lead-Sänger] Sam Harris ist eine Klasse für sich. Es war einer dieser Tage, an denen du ohne große Erwartungen ins Studio gehst und total geflasht wieder rauskommst, weil du das Ding durchgezogen hast. Ich liebe diesen Song, weil er so modern ist. Es geht um die Liebe zu einem Fuccboi [coole Typen, die zwar für eine Nacht ganz nett sein mögen, aber in einer Beziehung für jede Menge Probleme sorgen]. Es gibt nicht genügend Songs darüber. Es gibt so viele Songs über märchenhafte Lovestorys und unerwiderte Liebe, aber es gibt nur wenige Songs über die Liebe zu einem Fuccboi. Über all die Dinge, mit denen du dich auseinandersetzen musst, wenn du in einer komplizierten Beziehungsphase steckst. Diese Story musste einfach mal erzählt werden.“

„Cry Baby“ „Das ist einer der musikalischsten Momente auf einem sehr musikalischen Album. Und er hat diesen Minneapolis-Sound. Der Song ist fast eine Powerballade, was ich besonders mag. Die Lyrics sind direkt aus meinem Leben gegriffen: Ich saß mit einem Typen im Auto – einer kleinen roten Corvette aus den 80ern und nein, es war nicht Prince – und hab geheult. Aber nicht, weil ich traurig war, sondern weil ich ihn liebte. Es war ein ganz anderes Spektrum an Emotionen. Der Song fängt an mit ‚Fahr mal rechts ran/Tu nicht so, als wüsstest du nicht warum‘ und das ist wirklich so passiert. Er ist rechts rangefahren und ich saß da, hab geheult und ihm alle meine Gefühle gestanden.“

„Tempo“ „‚Tempo‘ hätte es fast nicht aufs Album geschafft, weil ich ziemlich lange der Meinung war, der Song würde nicht passen. Das Album strotzt mit Gitarren und mächtigen Bläser-Sounds, während ‚Tempo‘ eher ein Club-Track ist. Darum hab ich ihn erstmal außen vor gelassen. Als das Projekt fertig war und wir das Ergebnis mit dem Label zusammen angehört haben, spielte ich das Album komplett durch. Am Ende hab ich dann meine Leute gefragt, ob es ihrer Meinung nach noch was gäbe, das ich unbedingt spielen soll – und nur zur Info, meine Mädels waren auch da und wir haben die ganze Zeit getrunken und getanzt – und sie sagten: ‚Tempo! Los, spiel ihn einfach und schau, wie die Leute reagieren.‘ Das hab ich dann auch gemacht. Kein Witz. Alle im Raum haben mich angeschaut und wahrscheinlich gedacht: ‚Bist du verrückt? Wenn du diesen Song nicht aufs Album packst, ist dir nicht mehr zu helfen.‘ Dann haben wir Missy ins Boot geholt und den Rest kennt ihr ja.“
„Exactly How I Feel“ „Damals, als ich gerade mit dem Song anfing, hatte ich diese Textzeile: ‚Ich denke immer nur an Gucci‘. Ich fand das ganz lustig. Ein paar Monate später hab ich den Song dann bei Atlantic [Records] vorgespielt und als die Stelle kam, hab ich im Spaß gesagt: ‚Danke für das Gucci-Feature, Leute!‘ Und dieser Managertyp meinte: ‚Wir können das mit Gucci klarmachen, wenn du willst‘. Und ich dachte mir nur: ‚Verdammt, wieso eigentlich nicht?‘ Ich liebe Gucci Mane. Ich finde ihn unproblematisch, er macht einen guten Job und sorgt für Swag. Viel tiefer geht es ehrlich gesagt aber nicht. Der Rest des Songs hat aber mehr Bedeutung: Er soll dich darin bestärken, stolz auf deine Gefühle zu sein und sie nicht zu verstecken oder nur vorzutäuschen. Aber das Gucci-Feature hat echt Spaß gemacht.“

„Better In Color“ „Das ist der nerdigste Song, den ich je geschrieben hab. Kein Scherz. Aber ich finde ihn einfach klasse. Ich wollte über Liebe, Leidenschaft und Sex singen, ganz ohne das typische Schubladendenken, das bei diesen Themen gerne aufkommt: ‚In wen dürfen wir uns verlieben und in wen nicht?‘ Darum sollte es nicht gehen. Es sollte nicht um Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder finanziellen Status gehen. Denn wen interessiert das schon? Probier was Neues aus, Mann. Liebe ist in bunt viel schöner. Liebe ist für mich nicht schwarz-weiß.“
„Heaven Help Me“ „Bei meiner Arbeit am Album dachte ich mir irgendwann: ‚Wenn Aretha [Franklin] ein Rap-Album gemacht hätte, wie hätte sich das wohl angehört?‘ ‚Heaven Help Me‘ kommt da am ehesten für mich an Arethas Sound ran. Das Klavier? Das ist genau ihr Ding. Im Song geht es um eine Person, die selbstbewusst ist und für die Selbstliebe wichtig ist – also jemand wie ich – die aber gerade etwas angepisst ist und sich deshalb zurückzieht. Es ist eine Reise durch die ganze Bandbreite meiner Emotionen zum Thema Liebe. Der Song startet mit ‚Ich bin zu süß für dich, komm, mach ’nen Abgang‘ und geht dann über zu ‚Was stimmt nicht mit mir? Warum vergraul ich die Jungs?‘ und endet dann ganz verletzlich mit ‚Ich heul schon die ganze Zeit und muss ständig an dich denken‘. Ich sag immer: ‚Wer mich daten will, soll sich diesen Song anhören, dann weiß er Bescheid, was ihn erwartet.‘“
„Lingerie“ „Ich hab bisher noch keine sexy Songs geschrieben. Das war also ganz neu für mich. Beim Schreiben der Lyrics bin ich wirklich rot geworden. Ich musste erst mal loslassen. Der Song dreht sich um eine meiner Fantasien und er hat drei Akkordwechsel. Ich kann nur sagen, dass das gar nicht so einfach zu singen war. Für mich war es wie ‚Love On Top‘ von Beyoncé. Und man erwartet auch nicht, dass das Album so endet. Es lässt dich mit dem Gefühl zurück, dass du eigentlich noch mehr willst.“

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