

Bevor ADÉLA mit ihrem furchtlosen Songwriting und ihrer einnehmenden Bühnenpräsenz als neuer Popstar in Erscheinung trat, wurde sie der Welt erstmals als Kandidatin in der Dokuserie „Pop Star Academy: KATSEYE“ vorgestellt. Doch die in der Slowakei geborene und in Los Angeles lebende Sängerin hat ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet: Bis ins Teenageralter tanzte sie professionell Ballett und legte sich nebenbei für ihren Traum von einer Musikkarriere ins Zeug. So singt sie in ihrer Single „KGB“ auch ganz selbstbewusst davon, dass sie schon mit acht Jahren quasi Nachtschichten eingelegt hat, um Englisch zu lernen. Es ist also nur passend, dass ADÉLA ihr Debütalbum „PRIMA“ genannt hat. „Das steht für ‚Erste‘, aber auch dafür, dass ich eine Ballerina bin“, erzählt sie im Gespräch mit Elton John in dessen Radiosendung „Rocket Hour“ auf Apple Music. „Die Primaballerina ist sozusagen die beste Solistin. Hoffentlich werde ich eines Tages die Primaballerina der Popmusik sein. Das hier ist mein erster Schritt dorthin.“ So wie der Name des Albums seinen Ursprung in ADÉLAs Jugend hat, ist „PRIMA“ ebenso ihre Interpretation der Musik, die sie als Teenagerin liebte – gefiltert durch die Augen einer 22-Jährigen, die sich auf himmelhohen Stilettos durch die heutige Welt bewegt. „Every single day/I wake up, the world is my buffet“ („Jeden einzelnen Tag wache ich auf, und die Welt steht mir offen“), schnurrt sie über dem souligen Hip‑Hop-Sound des Tracks „Nicole Kidman“. Gleichzeitig lässt das clubtaugliche „Boys“ den sinnlichen Swagger von Britney Spears aufleben und bringt so eine ganze Reihe an Verehrer:innen hervor. ADÉLA singt auch zum ersten Mal über die Liebe – vom Offenbaren von Unsicherheiten („Red Bottoms“) über zurückgehaltene Zuneigung („Hitachi“) bis hin zum Rausch durch eine neue Beziehung („Marijuana“). „Therapy“ ist ihr experimentellster Song, in dem sie sich Luft darüber macht, was sie zurückgelassen hat. Doch der reduzierte Bewusstseinsstrom wird sofort von „Ain’t in LA“ aufgelockert, der spirituellen kleinen Schwester von Mileys Hymne „We Can’t Stop“ aus dem Jahr 2013. Der Song erinnert wieder daran, dass Talente wie ADÉLA von überall herkommen können, solange der Wille und ein Traum da sind.