

Seit 15 Jahren zeigt Ellie Goulding, wie vielseitig Dance-Pop klingen kann – mit verträumter Folktronica, clubtauglichem Synthie-Pop und großen EDM-Hits. Auf ihrem vorherigen Album „Higher Than Heaven“ von 2023 verzichtete die Singer-Songwriterin auf persönliche Erzählungen und setzte stattdessen auf sorgfältig ausgearbeitete Electro‑Pop-Perfektion mit universellen Themen rund um romantische Idylle. Bei ihrem sechsten Album „I Know Too Much“ weht jetzt aber ein ganz anderer Wind: Goulding kehrt zurück zum persönlichen Songwriting und redet Klartext. Hier lässt die Musikerin die Club-Euphorie von Hits wie „Miracle“ aus dem Jahr 2023 hinter sich und zeigt stattdessen offen ihre Gefühle. Anders gesagt: Sie setzt sich bittersüß und ganz konkret mit vergangenen toxischen Beziehungen auseinander. „You know every single button to press/Only you could call me trashy in my black Prada dress“ („Du weißt genau, welche Knöpfe du drücken musst / Nur du würdest sagen, dass ich in meinem schwarzen Prada-Kleid billig aussehe“), singt sie zu klassischen Streichern in der Leadsingle „Black Prada Dress“. Und in Tracks wie „Always Think of You“ und „Misremember You“ leckt sie zu melancholischen Gitarrenakkorden ihre Wunden. Doch die Erlösung findet Goulding auf dem Dancefloor – mit dem Abschlusstrack „Ravers“, einem schweißtreibenden House-Banger, in dem sie einem Partner verspricht: „Ravers until we die.“ („Raver bis zum Tod.“)