

Der R&B‑Star aus Arkansas spielt subtil mit seinen ländlichen Wurzeln. Kein Country, aber von Country inspiriert – so kündigte Ne‑Yo sein zehntes Studioalbum an. Und die Beschreibung passt: Auf „Highway 79“ verwebt der R&B-Star ganz feinfühlig bodenständigen Country-Twang mit dem Sound, der ihn vor 21 Jahren berühmt gemacht hat. Das geht hin bis zum Aufnahmeort (natürlich Nashville) und dem Albumtitel, der nicht nur auf Ne‑Yos Geburtsjahr anspielt, sondern auch auf die Interstate-Schnellstraße quer durch seinen Heimatstaat Arkansas. Eingängige Akustikgitarren verleihen den gängigen Themen des Sängers – Herzensangelegenheiten in allen Varianten – einen Hauch von Americana. Ein Beispiel? Im Song „Thinking What I’m Thinking“ wird während eines Wochenendes bei Kerzenschein und Whiskey eine alte Liebe neu entfacht. Dabei bleiben packende Rhythmen immer eine Konstante, selbst wenn der Musiker den Fokus verlagert und etwa in „Up Out & Gone“ eine Ode an eiskaltes Bier und Two‑Step-Runden im Mondschein anstimmt. Am weitesten wagt sich Ne‑Yo mit „Ms. Tundra“ auf Line‑Dance-Terrain vor – einem frechen Call‑and‑Response-Track über ein Country-Girl mit verführerischen Kurven wie eine gewundene Landstraße.