Lucky to Be

Lucky to Be

In der Country-Welt wiegt kaum eine Unterstützung so schwer wie die der lebenden Legende Willie Nelson – und Lily Meola hat sie bereits. Die Singer-Songwriterin, Nelsons Protégée, wurde auf Maui geboren, wuchs dort auf und lebt heute in Nashville. Auf diesem Debütalbum hört man den Einfluss ihrer Inselheimat ebenso deutlich wie ihre Liebe zur Country-Musik. „Sleeping with My Boots On“ macht diese Verbindung von Anfang an deutlich: Ein an „The White Lotus“ erinnerndes Mellotron weicht einer treibenden Basslinie mit Western-Einschlag, die der agilen, dynamischen Stimme der Sängerin eine vielschichtige Kulisse bietet. „Daisies“ ist eine Art Antwort auf ERNESTs Hit „Flower Shops“, nur dass Meola hier die verlassene Geliebte ist, die die Versöhnungssträuße erhält. Nelson selbst ist auf „Tumbleweeds and Chewing Gum“ zu hören: Er prägt die zweite Strophe mit seiner unnachahmlichen Stimme und setzt auf seiner berühmten Gitarre Trigger geschmackvolle Rhythmusakzente. Sein Sohn Lukas Nelson singt mit Meola im Duett die Two‑Step‑Ballade „Mar Vista“ und sorgt für spürbares Familienflair. Die letzte Zusammenarbeit auf „Lucky to Be“ wartet mit einem weiteren Hochkaräter auf: Jamey Johnson steuert seinen satten, vielgerühmten Bariton zum souligen Schlusstrack „Never Want This to Change“ bei.