

„Pluto“, „Mars“ und Flüge „durchs All“: Von Wegen Lisbeth bewegen sich auf ihrem vierten Studioalbum recht regelmäßig Richtung Weltraum. Scheinbar schwerelos hüpfen sie von einem Ort zum nächsten. Aber abgehoben wirken sie deswegen nicht. Im Gegenteil: Mit ihrer vertrauten Mischung aus Surrealität, Alltagsbeobachtungen und Humor servieren die fünf Musiker Songs, die zugleich Leichtigkeit und Melancholie tragen. Die Lieder kommen unaufgeregt daher und finden trotzdem – oder gerade deshalb – mühelos ihren Weg in Herz und Kopf. Die Indie-Popband bleibt ihrem Sound treu und öffnet ihm dennoch Raum für Neues. Synths treffen auf Gitarren, darüber schweben die Vocals von Matthias Rohde, der seinen Blick immer wieder auch auf ernstere Themen richtet. Die Tracks eignen sich perfekt zum Entspannen – und zum meditativen Wegzappeln. Dieses Album wirkt wie gemacht, um leichtfüßig durch den Winterblues zu tanzen. Fast kribbelt schon die Frühlingssonne auf der Haut. Sommer, du kannst kommen – und ein Abstecher ins titelgebende „Strandbad Eldena“ an der mecklenburgischen Ostseeküste ist hiermit fest eingeplant.