

Die schwedische Popsensation Zara Larsson hat im Lauf ihrer Karriere auf pure Tanzflächen-Ekstase hingearbeitet. Mit ihrem fünften Album „Midnight Sun“ scheint sie nun am Gipfel angekommen zu sein. Produziert vom britischen Dance‑Pop-Magier MNEK, legt sie nach „VENUS“ (2024) ein Werk vor, das größer, frecher und wagemutiger klingt als sein Vorgänger. Eine klare Referenz ist der rauschhafte Pop ihrer Landsfrau Tove Lo. Doch statt neonbeleuchtete Clubs beschwört Larsson mit Songs wie dem unverwüstlichen „Eurosummer“ eher die glühend heiße Atmosphäre eines Sandstrandes herauf. Hedonismus ist das zentrale Thema von „Midnight Sun“. Man höre nur die flirrenden Synthesizer, die auf „Hot & Sexy“ wie über einen Laufsteg stampfen, oder den tiefen Crunk-Sound von „Pretty Ugly“, der an „Hollaback Girl“ erinnert. Selbst die subtileren Momente – der himmelstürmende Pop von „Blue Moon“ oder die große, klagende Geste einer Perfektionistin in „The Ambition“ – sind vollgepackt mit knallbuntem Sound. Alles spiegelt eine Künstlerin wider, die ihre Popmusik bis ins Extrem ausreizt – und noch darüber hinaus.