

Dass sich Dominik Hartz nicht gern in Schubladen stecken lässt, beweist der Sänger durch seinen Genregrenzen überschreitenden Sound: ein bisschen Pop, etwas Rap, hier ein Rockriff, dort ein Disco-Beat, dazu gern eine Prise Folk. Kein Wunder also, dass der Wahlberliner beim Titel seiner EP klarstellt, mit welchem Motto er generell durchs Leben – und die Musik – wandert. „Was ich will“ ist ein Querschnitt seiner Kreativität in fünf Tracks und besingt eben, ja, was Hartz will. Zum Beispiel authentisch und entspannt sein, ohne sich von anderen reinreden zu lassen, wie im lässigen Titel-Track. Darauf folgt mit „love yourself, fucked up“ ein harter Wechsel zum Post-Punk. Hartz lässt zum Einstand der Hymne wie aus dem Nichts Gitarren kreischen, gefolgt von trotzigen Einsichten, was das Leben angeht. Die Illusionen von gestern ziehen sich durch die EP, bei „Lange Nächte“ im melancholischen, sanften Slowjam. Was Hartz mit seinem Werk will? Gefühle in so vielen Klangformen wie möglich ausdrücken.