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Hip-Hop/Rap bedeutet schnelle Beats und knallharte Reime. Interessant dabei war von Anfang an die Umsetzung mit nur zwei Turntables und einem Mikrofon – eine bis dahin unerhörte Abkehr von sämtlichen anderen musikalischen Genres. Die Geschichte des Hip-Hop erklärt hier einiges, geht sie doch zurück auf das Jahr 1973, als DJ Kool Herc auf seinen legendären Block-Partys in New York auflegte und dazu weitere lokale MCs einlud, um den jungen Breakdancern ordentlich einzuheizen. „Rap“ bezeichnete dabei ursprünglich nur einen Teil der Hip-Hop-Kultur, auch wenn es vor allem im deutschen Sprachraum häufig gleichbedeutend verwendet wurde. Als sich der Hip-Hop in den frühen 80ern durch Rapper wie The Sugarhill Gang und Afrika Bambaataa zunehmend internationaler Beliebtheit erfreute, waren die Weichen für das goldene Zeitalter der Reim-Künstler gestellt: Die Old School des Hip-Hop entstand, zu deren Pionieren Run DMC, Eric B. & Rakim, Public Enemy und die Beastie Boys gehörten. Unterdessen wurde in den USA der derbe West-Coast-Hip-Hop durch Ice-T bei der Masse beliebt.

In den 90ern wurde Hip-Hop endgültig zum Genre Nummer eins erklärt. Hardcore-Rapper wie The Notorious B.I.G. verkauften Millionen Alben. Es erschienen unvergessene Alben von Wu-Tang Clan, Snoop Dogg, Tupac, Nas oder OutKast sowie im Alternative Hip-Hop, der, vertreten etwa durch A Tribe Called Quest, eine Hochphase erlebte. Zum Ende des Jahrzehnts dominierte der Gangsta-Rap, inspiriert durch Dr. Dre, den Hip-Hop. Mit der Jahrhundertwende entwickelte sich eine neue Art von Rap aus dem Süden Amerikas, das Old-School-Elemente mit aggressiven Dirty South zu clubtauglichen Dance-Klassikern vermischte.