Lykke Li

Bevorstehende Konzerte

Neuerscheinung

Künstler-Playlists

Infos zu Lykke Li

Zwischen flüchtigem Rausch und bleibendem Herzschmerz hat Lykke Li eine eigene Pop-Dämmerung geschaffen: kühl, körperlich und schonungslos intim. Die Musikerin machte 2007 online mit der reduzierten EP „Little Bit“ auf sich aufmerksam, auf der ihr nahezu schwereloser Gesang über trockenen Beats und verspielten Synthesizern schwebte. Gemeinsam mit Produzent Björn Yttling entwickelte sie diesen eigenwilligen Minimalismus auf „Youth Novels“ (2008) weiter und verwandelte die Unsicherheit junger Liebe in rhythmisch verschobenen Indie‑Pop. „Wounded Rhymes“ (2010) zog die Vorhänge zu, ließ Trommeln grollen und brachte mit „I Follow Rivers“ jenen Welterfolg hervor, dessen fiebrige Sehnsucht weit über die Indie-Szene hinausreichte. Das Trennungsalbum „I Never Learn“ (2014) machte anschließend aus emotionalen Trümmern große, hallende Balladen und vollendete eine lose Trilogie über Liebe, Verlust und Selbstsuche. Auf „so sad so sexy“ (2018) tauschte Li den Vintage-Schleier gegen Trap-Beats, R&B-Nächte und glänzende Pop-Oberflächen, ohne ihre Melancholie abzulegen. Mit dem audiovisuellen Projekt „EYEYE“ (2022) kehrte sie zu radikaler Reduktion zurück und zerlegte das Werk zwei Jahre später auf „ƎYƎYƎ“ noch einmal in rückwärts fließende Stimmen und schwebende Ambient-Texturen. „The Afterparty“ (2026) öffnete den Klang schließlich wieder weit: Ein Orchester, elektronische Abgründe und ekstatische Rhythmen treffen dort auf eine Künstlerin, die Scham, Begehren und Ernüchterung nicht mehr nur im Halbdunkel betrachtet, sondern mitten auf der Tanzfläche ausstellt. So bleibt Lis Musik ein eleganter Widerspruch – gemacht für Nächte, in denen man gleichzeitig verschwinden und gesehen werden möchte.

AUS
Ystad, Sweden
GEBOREN
18. März 1986
GENRE
Alternative