Apache 207
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Apache 207

Infos zu Apache 207

Ohne Anlauf vibete sich Volkan Yaman im Sommer 2019 zum maximal irregulären Abräumer des deutschen Rap-Games empor. Eurobeats und lässige Lyrics, Morpheus-Brille und Outfits jenseits aller Modekonvention wiesen den als Apache 207 bekannten Sprechsänger von Sekunde eins an als Stylepionier aus, der sich keinen Millimeter um aktuelle Trends schert. Die Quittung bekam der 1997 in Ludwigshafen am Rhein geborene Rapper dafür prompt: Airplays und Streams ohne Ende, Gold und Platin, Awards und ausverkaufte Tourneen – das volle Programm. Schnell und mit Augenzwinkern machte er deutschen Rap tanzbar und holte mit dem Debütalbum „Platte“ (2019) all die Zweifler vom Himmel, die immer noch den frühen 2000ern nachweinen.

„Kein Problem“, wie sein Kulthit von 2019 attestiert. Unnachgiebig produktiv und kreativ hat Apache für solche Nebensächlichkeiten einfach keine Zeit. Lieber verankert er neue Trends in den Charts – und zwar nicht nur hierzulande, sondern überall dort, wo seine Texte und Hooks verstanden oder gefühlt werden. Dass es ihm aber nicht nur um ausgefallene Produktionsideen in seiner Musik geht, sondern dort auch das ganz Persönliche, das Lebensnahe Erwähnung finden soll, bewies er mit seinem Debütalbum „Treppenhaus“ (2020) selbstsicher wie eh und je.

Zwischen Pop und Rap, Dancehall und Disco etabliert sich Apache nun auch als ernstzunehmender Beobachter der Szene, durchlöchert Konventionen, stellt Selbstverständliches und den Anpassungszwang der Industrie infrage – das Tanzbein schwingt er dabei aber immer noch.

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