11 Titel, 36 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

James Blunts sechstes Album ist das Ergebnis einer Zeit schwerer emotionaler Turbulenzen für den Singer-Songwriter. Während er und seine Ehefrau die Freude und die Aufregungen einer frischgebackenen Familie durchlebten, wurde bei Blunts Vater eine Nierenkrankheit im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. „Ich hatte den Kreislauf des Lebens direkt vor Augen“, erzählt er Apple Music. „Dies ist eines meiner bisher leichtesten Alben, denn es gab Dinge, die ich loswerden musste. Ich musste lediglich meine Gefühle, im Hinblick auf bestimmte Ereignisse beschreiben.“

Im Zentrum des Werks steht „Monsters“, eine schwermütige Klavierballade über Blunts Vater und die sich verändernde Beziehung der beiden. Die ersten drei Songs dagegen sind ungefilterte Danksagungen und Liebeserklärungen an Blunts Frau, die zu Hause „den Laden schmeißt“, während er durch die Welt tourt. „Ich habe früher Songs in der Hoffnung geschrieben, dass sie Leuten gefallen, und Texte, von denen ich dachte, dass andere sie hören wollen“, gesteht der Musiker. „Ich glaube, die Leute haben gemerkt, dass das nicht ganz authentisch war. Diesmal schreibe ich die Wahrheit und ich denke, das hört man. Das Ergebnis ist größer und besser geworden, als ich es erwartet hätte.“ Hier führt uns James Blunt Track für Track durch die Emotionen und Ereignisse, die er auf diesem Album verarbeitet hat.


The Truth

„Ich war fünfmal auf Welttournee. Die sechste Tour steht kurz bevor. Meist war ich ein alleinstehender Typ mit Band, der herumreiste und eine fantastische Zeit hatte – eine Achterbahnfahrt. Mein Leben als Junggeselle hat viel Spaß gemacht. Aber all das hat mich zu der Person geführt, mit der ich jetzt zusammen bin. Ich bin angekommen. Das macht mich sehr glücklich und das ist die Wahrheit.“


Cold

„Ich verlasse [meine Frau] 18 Monate am Stück, und dieser Song handelt davon, durch einen Ozean von ihr getrennt zu sein, während ich in Amerika, Asien, Australien oder wo auch immer auf Tour bin. Aber die Botschaft ist voller Wärme. Sie lautet: ‚Without you, I’m just cold.‘ Es ist natürlich riskant, solche Dinge zu äußern. Aber bei Musik geht es schließlich darum, Menschen zu berühren.“


Champions

„Auch dieser Song ist für meine Ehefrau. Ich bin auf Tour und lasse meine kleine Familie zurück, während meine Frau den Laden schmeißt. Das hat natürlich Folgen, und es lässt sich jede Menge zu diesem Thema schreiben. Darüber, dass ich viel unterwegs bin, was sehr hart sein kann, aber dass es sich für uns lohnt zu kämpfen und dass wir ein Spitzenteam sein können.“


Monsters

„Mein Vater braucht einen Nierenspender der Blutgruppe 0+. Das dauert lange und bis dahin ist das Leben ganz schön beschissen. Positiv daran ist für mich, dass ich die Chance habe, die Dinge zu sagen, die ich sonst nie geäußert hätte. Ich kann zu ihm sagen: ‚I’m not your son, you’re not my father/We’re just two grown men saying goodbye/No need to forgive, no need to forget/I know your mistakes, and you know mine.‘ Ich habe diesen Mann während meiner Kindheit vergöttert. Aber mit dem Alter merkte ich, dass auch er Schwächen hat. Und das ist super, weil man so zu Freunden werden kann. Wenn die Eltern alt werden, lastet die Verantwortung natürlich auf den Kindern, die sich um sie kümmern. Das kann weh tun, es ist aber auch etwas Schönes. Wir haben dieses Lied in der Guards Chapel am Birdcage Walk [in London] aufgenommen, dem Ort, wo ich auch als Soldat meinen Dienst tat. Der Trinity Boys Choir kam vorbei und sang dazu, was unglaublich klang.“


Youngster

„Auf ‚Youngster‘ feiere ich mich selbst. Ich habe immer noch einen Plattenvertrag und kann immer noch Platten veröffentlichen. Klar, es gibt auch neue Künstler, aber ich bin noch da und sehr froh darüber.“


5 Miles

„Ich war der Typ, der vor 14 Jahren in der U-Bahn diesen Song sang und die Freundin eines anderen Mannes anmachte: ‚You’re beautiful‘. Und ich frage mich, was in der Zwischenzeit aus ihm geworden ist. Geht es ihm besser? Ich meine, er hat mit dem Lied eine Menge Geld verdient. Ich glaube, jetzt wäre sein Anmachspruch: ‚Hey, ich hab einen coolen Schlitten draußen stehen.‘ So billig und flach würde das heutzutage wohl ablaufen.“


How It Feels to Be Alive

„‚How It Feels to Be Alive‘ klingt einfach Hammer und ich werde ganz sicher eine Anfrage bekommen, ob der Track der Titelsong des nächsten James-Bond-Films werden darf. Sehr gern! Die Story dahinter ist eigentlich ziemlich düster. Es geht um Menschen, die wieder in deinem Leben auftauchen, und darum, wie alte Erinnerungen einen umbringen können.“


I Told You

„Als mir klar wurde, wie begrenzt meine Zeit mit meinem Vater ist, realisierte ich auch, wie wenig Zeit mir für meine eigene Familie bleibt. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Dinge thematisieren muss, die ich ihnen gerne sagen würde. Für den Fall, dass ich nicht mehr nach Hause komme.“


Halfway

„Hier geht es wieder um eine Beziehung. Die Botschaft ist: ‚Ganz oder gar nicht‘. Halbe Sachen gibt es nicht. Wenn wir von einer Klippe springen wollen, dann los! Es geht darum, alles zu riskieren.“


Stop the Clock

„Diesen Song habe ich in Gedanken an meinen Vater geschrieben. Er denkt vermutlich: ‚Ich wünschte, ich könnte die Uhr anhalten.‘ Das ist zumindest, was mir durch den Kopf geht. Schlicht und einfach. Die Musik klingt, wie ich sie im Ohr hatte. Im Hintergrund tickt eine Uhr und man kann hören, wie ich im Studio auf und ab laufe. Die Anspannung ist hoffentlich spürbar.“


The Greatest

„Dieser Song ist für meine Kinder. Denn weißt du was? Wenn man den heutigen Nachrichten Glauben schenkt, ist die Welt ein ziemlich mieser Ort. Ein Dialog ist nur schwer möglich und es fehlt an Respekt für die Meinung des anderen. Also dachte ich: ‚Ich will, dass aus meinen Kindern die bestmöglichen Menschen werden – besser als die, die vor ihnen kamen, mich eingeschlossen.‘“

UNSERE ANMERKUNGEN

James Blunts sechstes Album ist das Ergebnis einer Zeit schwerer emotionaler Turbulenzen für den Singer-Songwriter. Während er und seine Ehefrau die Freude und die Aufregungen einer frischgebackenen Familie durchlebten, wurde bei Blunts Vater eine Nierenkrankheit im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. „Ich hatte den Kreislauf des Lebens direkt vor Augen“, erzählt er Apple Music. „Dies ist eines meiner bisher leichtesten Alben, denn es gab Dinge, die ich loswerden musste. Ich musste lediglich meine Gefühle, im Hinblick auf bestimmte Ereignisse beschreiben.“

Im Zentrum des Werks steht „Monsters“, eine schwermütige Klavierballade über Blunts Vater und die sich verändernde Beziehung der beiden. Die ersten drei Songs dagegen sind ungefilterte Danksagungen und Liebeserklärungen an Blunts Frau, die zu Hause „den Laden schmeißt“, während er durch die Welt tourt. „Ich habe früher Songs in der Hoffnung geschrieben, dass sie Leuten gefallen, und Texte, von denen ich dachte, dass andere sie hören wollen“, gesteht der Musiker. „Ich glaube, die Leute haben gemerkt, dass das nicht ganz authentisch war. Diesmal schreibe ich die Wahrheit und ich denke, das hört man. Das Ergebnis ist größer und besser geworden, als ich es erwartet hätte.“ Hier führt uns James Blunt Track für Track durch die Emotionen und Ereignisse, die er auf diesem Album verarbeitet hat.


The Truth

„Ich war fünfmal auf Welttournee. Die sechste Tour steht kurz bevor. Meist war ich ein alleinstehender Typ mit Band, der herumreiste und eine fantastische Zeit hatte – eine Achterbahnfahrt. Mein Leben als Junggeselle hat viel Spaß gemacht. Aber all das hat mich zu der Person geführt, mit der ich jetzt zusammen bin. Ich bin angekommen. Das macht mich sehr glücklich und das ist die Wahrheit.“


Cold

„Ich verlasse [meine Frau] 18 Monate am Stück, und dieser Song handelt davon, durch einen Ozean von ihr getrennt zu sein, während ich in Amerika, Asien, Australien oder wo auch immer auf Tour bin. Aber die Botschaft ist voller Wärme. Sie lautet: ‚Without you, I’m just cold.‘ Es ist natürlich riskant, solche Dinge zu äußern. Aber bei Musik geht es schließlich darum, Menschen zu berühren.“


Champions

„Auch dieser Song ist für meine Ehefrau. Ich bin auf Tour und lasse meine kleine Familie zurück, während meine Frau den Laden schmeißt. Das hat natürlich Folgen, und es lässt sich jede Menge zu diesem Thema schreiben. Darüber, dass ich viel unterwegs bin, was sehr hart sein kann, aber dass es sich für uns lohnt zu kämpfen und dass wir ein Spitzenteam sein können.“


Monsters

„Mein Vater braucht einen Nierenspender der Blutgruppe 0+. Das dauert lange und bis dahin ist das Leben ganz schön beschissen. Positiv daran ist für mich, dass ich die Chance habe, die Dinge zu sagen, die ich sonst nie geäußert hätte. Ich kann zu ihm sagen: ‚I’m not your son, you’re not my father/We’re just two grown men saying goodbye/No need to forgive, no need to forget/I know your mistakes, and you know mine.‘ Ich habe diesen Mann während meiner Kindheit vergöttert. Aber mit dem Alter merkte ich, dass auch er Schwächen hat. Und das ist super, weil man so zu Freunden werden kann. Wenn die Eltern alt werden, lastet die Verantwortung natürlich auf den Kindern, die sich um sie kümmern. Das kann weh tun, es ist aber auch etwas Schönes. Wir haben dieses Lied in der Guards Chapel am Birdcage Walk [in London] aufgenommen, dem Ort, wo ich auch als Soldat meinen Dienst tat. Der Trinity Boys Choir kam vorbei und sang dazu, was unglaublich klang.“


Youngster

„Auf ‚Youngster‘ feiere ich mich selbst. Ich habe immer noch einen Plattenvertrag und kann immer noch Platten veröffentlichen. Klar, es gibt auch neue Künstler, aber ich bin noch da und sehr froh darüber.“


5 Miles

„Ich war der Typ, der vor 14 Jahren in der U-Bahn diesen Song sang und die Freundin eines anderen Mannes anmachte: ‚You’re beautiful‘. Und ich frage mich, was in der Zwischenzeit aus ihm geworden ist. Geht es ihm besser? Ich meine, er hat mit dem Lied eine Menge Geld verdient. Ich glaube, jetzt wäre sein Anmachspruch: ‚Hey, ich hab einen coolen Schlitten draußen stehen.‘ So billig und flach würde das heutzutage wohl ablaufen.“


How It Feels to Be Alive

„‚How It Feels to Be Alive‘ klingt einfach Hammer und ich werde ganz sicher eine Anfrage bekommen, ob der Track der Titelsong des nächsten James-Bond-Films werden darf. Sehr gern! Die Story dahinter ist eigentlich ziemlich düster. Es geht um Menschen, die wieder in deinem Leben auftauchen, und darum, wie alte Erinnerungen einen umbringen können.“


I Told You

„Als mir klar wurde, wie begrenzt meine Zeit mit meinem Vater ist, realisierte ich auch, wie wenig Zeit mir für meine eigene Familie bleibt. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Dinge thematisieren muss, die ich ihnen gerne sagen würde. Für den Fall, dass ich nicht mehr nach Hause komme.“


Halfway

„Hier geht es wieder um eine Beziehung. Die Botschaft ist: ‚Ganz oder gar nicht‘. Halbe Sachen gibt es nicht. Wenn wir von einer Klippe springen wollen, dann los! Es geht darum, alles zu riskieren.“


Stop the Clock

„Diesen Song habe ich in Gedanken an meinen Vater geschrieben. Er denkt vermutlich: ‚Ich wünschte, ich könnte die Uhr anhalten.‘ Das ist zumindest, was mir durch den Kopf geht. Schlicht und einfach. Die Musik klingt, wie ich sie im Ohr hatte. Im Hintergrund tickt eine Uhr und man kann hören, wie ich im Studio auf und ab laufe. Die Anspannung ist hoffentlich spürbar.“


The Greatest

„Dieser Song ist für meine Kinder. Denn weißt du was? Wenn man den heutigen Nachrichten Glauben schenkt, ist die Welt ein ziemlich mieser Ort. Ein Dialog ist nur schwer möglich und es fehlt an Respekt für die Meinung des anderen. Also dachte ich: ‚Ich will, dass aus meinen Kindern die bestmöglichen Menschen werden – besser als die, die vor ihnen kamen, mich eingeschlossen.‘“

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