

Zart und unerschrocken zugleich führen die Songs unserer Apple Music Up Next Artists dorthin, wo Schmerz und Wahrheit sich berühren. Mit schwebenden Vocals und kantigen Gitarren, die an Big Thief oder Phoebe Bridgers erinnern, erzählen Lost in Lona Geschichten von Überforderung, Sehnsucht und dem Mut zur Verletzlichkeit. Mit ihrem zweiten Album präsentieren sich Lidia Beck und Konstantin Aebli aus Basel und Zürich roher, ehrlicher und authentischer als zuvor. Das Duo hat seit seinem Debüt „Scared Like a Mother and Her Gun“ (2024) leise, aber eindringlich an Tiefe gewonnen. „The Killer“ ist kein Konzeptalbum im klassischen Sinn. Dennoch gibt es einen roten Faden: Es geht darum, jung zu sein in einer Welt voller Herausforderungen. Im Titelsong stellt sich die unbequeme Frage, wie viel Druck ein Mensch ertragen kann, bevor etwas in ihm zerbricht. „Emily“ hallt nach wie ein Gespräch, das nie endete. In „Disappointing Each Other“ lastet die Schwere unausgesprochener Erwartungen, während „Looking For“ von dem Moment erzählt, in dem Sehnsucht langsam verblasst. „The Wrong Cards“ greift nach der Sicherheit, die man im Inneren längst aufgegeben hat – und „Hold On“ schaut zurück auf Familienmuster, die sich durch Generationen ziehen. Trotz aller Schwere bleibt „The Killer“ aber niemals hoffnungslos. Es liegt Trost in diesen Stücken: in der Offenheit, dem Innehalten, der stillen Ehrlichkeit. Lost in Lona zeigen, dass Musik dann am stärksten ist, wenn sie nicht glänzen will, sondern einfach wahr ist.