

2025 hätte für YUNGBLUD kaum besser laufen können. Im Juni veröffentlichte der britische Musiker mit seinem Album „Idols“ eine umfassende Hommage an die Rockmusik, die ihn geprägt hat. Diese Verehrung untermauerte er direkt mit seiner Coverversion von „Changes“, einem der Highlights des letzten Black Sabbath-Konzerts im Juli. Als Ozzy Osbourne nur wenige Wochen später starb, zollten ihm YUNGBLUD und Aerosmith bei den MTV Video Music Awards gemeinsam Tribut. „Viele meiner Idole haben das mitbekommen und mir unglaubliche Chancen geboten, die ich natürlich gerne genutzt habe. Es war ein unglaubliches Jahr“, erzählt er gegenüber Apple Music. Und nun der krönende Abschluss: YUNGBLUD schaffte es, Aerosmith aus dem vorübergehenden Ruhestand zu holen – für „One More Time“, eine EP mit fünf Titeln, die auch eine neue Version von „Back In the Saddle“ aus dem Jahr 1976 enthält. YUNGBLUD genießt ganz offensichtlich seine Rolle als Sprachrohr und Thronfolger der Legenden, die ihn beeinflusst haben. So nimmt er deren Ratschläge gerne an, während er in seiner eigenen Karriere selbst immer größere Erfolge feiert. „Alle, die ich getroffen habe, von Steven [Tyler] über Ozzy bis zu Glenn Danzig, haben mir immer gesagt: ‚Lass dich nicht stressen, sei so authentisch wie möglich, die Leute werden es später verstehen‘“, erzählt er. „Aber es trifft mich schon immer sehr, denn gerade in der Rockmusik gibt es grundsätzlich eine gewisse Negativität gegenüber allem Neuen.“ Klanglich und stilistisch knüpft „One More Time“ an die Renaissance-Phase von Aerosmith Mitte der 1990er‑Jahre an – und greift den Esprit sowie den radiotauglichen Glanz von Songs wie „Problems“, „Wild Woman“ und der obligatorischen Powerballade „A Thousand Days“ auf. Gleichzeitig nimmt YUNGBLUD seine neu gewonnene Nähe zu den ganz großen Musiker:innen mit Demut und Staunen wahr: „Ich fühle mich wirklich wie eine Katze, die von einem Gebäude geworfen wurde und schließlich auf ihren Füßen gelandet ist.“