Unsere Anmerkungen Aus der Platte ins Treppenhaus. Während Apache 207 auf dem Cover seiner EP die charakteristische Mähne noch in Jeans und Tanktop vor einem Hochhausblock wehen ließ, steht er für sein Debütalbum nun oberkörperfrei vor einer schneeweißen Treppe gen Himmel. Das Spiel mit der Himmelspforte ist aber glücklicherweise nicht als melancholischer Gedanke ans eigene Ableben zu interpretieren. Viel mehr steht hier einer offenbar an der Pforte zum Musikhimmel – und ist davon überzeugt, dass man ihn einlassen wird.

Dieses Selbstbewusstsein spiegelt sich auch in „Treppenhaus“ wider: Seinen Soundentwurf zwischen Rap und Pop verfeinert Apache 207 behutsam, aber konsequent. Unter Mithilfe der deutschen Produzentenelite gelangt er zu einem Stil, der Retro ist, aber gegenwärtig. Der das gute Leben zelebriert, aber immer dessen Fallstricke mitdenkt. Der sich im Mainstream sonnt, aber nicht die dahinter lauernden Abgründe vergisst. Selbiges gilt auch für Apaches Texte, die dann und wann altbekannte Erfolgsinsignien zelebrieren, aber zumeist einen nachdenklichen Rapstar zeigen, der – wie erfrischend – verstanden hat, dass Bentleys, Cartier-Uhren und LV-Gürtel zwar sehr nice sind, aber eben nicht unbedingt glücklich machen.

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