17 Titel, 57 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

„Ich habe ‚American Teen‘ geschrieben, als ich 17 Jahre alt war“, erklärt Khalid im Beats 1-Interview mit Zane Lowe. „Jetzt veröffentliche ich das neue Album in meinen Zwanzigern und natürlich hat sich meine Einstellung komplett verändert.“ Genau wie der begleitende gleichnamige Film von Khalid und Regisseur Emil Nava, ist der mit Spannung erwartete Longplayer „Free Spirit“ eine ungeschönte Auseinandersetzung mit Khalids Lernprozess der vergangenen Jahre. Zudem zeigen die 17 Tracks, was passiert, wenn man sich nach Freiheit sehnt, mit dieser aber noch nicht so recht umzugehen weiss. Für Zane Lowe erläuterte Khalid die Geschichten und Inspirationen hinter seinem neuen Album.

„Intro“
„Ich wollte, dass die Leute ihren eigenen Titel für diesen Song finden, je nachdem was er für sie bedeutet. Er sollte das Intro sein, deshalb habe ich ihn so genannt. Mir fiel kein anderer Titel ein. Der Track hat etwas sehr Filmisches und spült geradezu über einen hinweg, darum dachte ich: ‚Das müssen die Leute als erstes hören.‘“

„Bad Luck“
„Der Einstieg in ‚American Teen‘ ist beschwingt und heiter. ‚Free Spirit‘ hat dagegen einen ganz anderen Vibe. Stimmung und Melodien sind melancholischer. ‚Bad Luck‘ passte so gut zu ‚Intro‘, dass er gleich danach kommen musste. Der Track ist ziemlich heftig, wie ein Schlag ins Gesicht.“

„My Bad“
„Verrückt, aber dieser Song ist einfach so aus mir herausgeflossen. Ich habe ihn in weniger als zehn Minuten geschrieben. Offensichtlich war ich ganz in meinem Element.“

„Better“
„Ich war im Studio in L.A. und hatte meine Freunde um mich. Die Energie stimmte. Ich war voll drin. Ich glaube, ich war gerade von einer Tour zurück und hatte einen unheimlichen Schaffensdrang. Die Energie der Tour steckte noch in mir und es ging Schlag auf Schlag: Die Songs flogen förmlich aus mir heraus und ‚Better‘ war einer davon.“

„Talk“
„Ich liebe Disclosure. Sie standen bereits auf meiner Wunschliste von Leuten, mit denen ich zusammenarbeiten will, seit ich mit dem Musikmachen anfing. Es war allerdings etwas naiv von mir zu erwarten, dass ich aus der Session mit einer House-Platte rauskommen würde. Dieser Beat war nur meine zweite Wahl, bis ich dazu sang und merkte: ‚Okay, das macht Sinn.‘ Es ist ein Wahnsinnssong, einer der besten, die ich je gemacht habe.“

„Right Back“
„Ich arbeite extrem gern mit [dem Produzentenduo] Stargate zusammen, weil mir jedes Mal die Melodien einfach zufliegen. Dieser Track erinnert mich an eine meiner musikalischen Lieblingsepochen: die Neunziger. Wie er klingt und wie er meine Freunde zum Tanzen bringt, zudem die Tatsache, dass meine Mutter ihn total liebt – das alles war ausschlaggebend. Wenn meine Mutter einen Song nicht mag, kommt er auch nicht aufs Album.“

„Don’t Pretend“ (feat. SAFE)
„Ich glaube, ich habe diesen Song 2016 oder 2017 mit SAFE gesungen. Ich liebe seine melodische Stimme. Er war einer der letzten Tracks, den ich für das Album aufnehmen habe. Ich hab ihn wiederentdeckt und dachte: ‚Dieser Song ist so toll. Er muss einfach dabei sein.‘“
„Paradise“
„Ich glaube, ich habe genug Songs, um den Leuten unterschiedliche Seiten von mir als Künstler zu zeigen. Ich hätte immer weiter schreiben können … Ich hatte mindestens noch 30 weitere im Kopf. Auch wenn es nicht alle aufs Album geschafft haben, bedeutet das nicht, dass sie keine Verwendung mehr finden. Ich könnte einige meiner Lieblingskünstler fragen: ‚Hey, wollen wir daraus eine Kollabo machen?‘“

„Hundred“
„‚Hundred‘ ist der Soundtrack meines Lebens. Wenn ich voll in der Arbeit stecke, bin ich wie auf Autopilot und kann nicht anhalten. Ich schwöre, ich könnte in einen Autounfall nach dem anderen geraten und würde mich trotzdem durchkämpfen und meinen Job erledigen. Ich hasse es, etwas abzusagen. Ich stand schon krank auf der Bühne und ich würde auch mit einem gebrochenen Fuss auftreten. Ich gebe immer hundert Prozent und habe hundert Dinge zu erledigen.“

„Outta My Head“
„Ich glaube, ‚Outta My Head‘ ist definitiv mein Lieblingsstück – wegen der Rolle, die das Timing hier spielte. Es war absurd: Ich kam aus dem Studio und lief John Mayer in die Arme. Ich fragte ihn: ‚Willst du hören, woran ich arbeite?‘ Nach drei Songs spielte er mit und es klang super. Ein toller Moment!“

„Free Spirit“
„Dies ist der musikalische Wendepunkt des Albums. Es beginnt düster, aber ab hier hellt es etwas auf. Ich glaube, mit ‚Free Spirit‘ gewinnt es eine neue Stärke und wird noch filmischer.“

„Twenty One“
„Ich finde es super, dass meine Freunde und ich uns gefühlsmässig völlig verstehen. Wir reden, nehmen uns Zeit füreinander, um einfach abzuhängen, zu leben und uns gegenseitig Storys zu erzählen. Du kannst keinen Song schreiben, wenn du nichts hast, worüber du schreiben kannst. Meine Freunde liefern mir jeden Tag neuen Stoff.“

„Bluffin‘“
„Ein sehr schwerer, gefühlvoller Track. Er ist eine Art Versöhnungssong. Wenn du beispielsweise Streit mit deiner oder deinem Liebsten hast, kannst du ihn einfach abspielen. Er sorgt genau für die richtige Stimmung. Hätte er es nicht aufs Album geschafft, hätte er vielleicht in den nächsten ‚Fifty Shades‘-Film gepasst.“

„Self“
„Ich musste lernen, über Verlust und übers Verlieren zu sprechen und darüber, dass ich zwar aus Sicht der Welt obenauf sein mag, aber mental doch ziemlich down war, als ich dieses Stück schrieb. Ich wollte etwas schreiben, das eine andere Verbundenheit zwischen mir und meinen Fans schafft und durch das sie erkennen: ‚Wow, er ist genau wie ich und durchlebt das, was auch ich durchlebe. Auch er steht manchmal vorm Spiegel und macht sich selbst runter, steht dann aber wieder auf.‘“

„Alive“
„Das hier ist das zweite Kapitel von allem: Kapitel zwei, Akt zwei. Ich wollte Songs dafür, die man sich anhören kann, wenn es einem nicht gut geht, wenn man etwas Schweres durchmacht. Aber auch wenn sie sehr traurig klingen, steckt für mich doch eine positive Botschaft dahinter.“

„Heaven“
„‚Heaven‘ wurde von Father John Misty geschrieben. Er liebte den Song und dachte, dass er gut zu mir passen würde. Ich finde, meine Stimme ist seiner nicht unähnlich, weil es eine Stimme ist, mit der ich aufgewachsen bin und viel Zeit verbracht habe. Wie viele Leute kennst du, die von sich sagen können, einen Song aus der Feder von Father John Misty zu singen? Die Tatsache, dass er mich sieht und denkt: ‚Du wirst diesem Lied gerecht und du wirst es so singen, wie es gesungen werden sollte‘ – das ist der Hammer.“

„Saturday Nights“
„Eigentlich wollte ich nicht, dass das Album so düster und angespannt endet. Aber von allen Songs, die ich je geschrieben habe, ist dieser einer meiner Favoriten. Und es ist perfekt, dass er eine zweite Chance bekommt, weil sich im Vergleich zu [der 2018er-EP] ‚Suncity‘ viel mehr Leute ‚Free Spirit‘ anhören werden. Ausserdem spielt er eine wichtige Rolle im Film … dieser Song musste als letztes kommen.“

UNSERE ANMERKUNGEN

„Ich habe ‚American Teen‘ geschrieben, als ich 17 Jahre alt war“, erklärt Khalid im Beats 1-Interview mit Zane Lowe. „Jetzt veröffentliche ich das neue Album in meinen Zwanzigern und natürlich hat sich meine Einstellung komplett verändert.“ Genau wie der begleitende gleichnamige Film von Khalid und Regisseur Emil Nava, ist der mit Spannung erwartete Longplayer „Free Spirit“ eine ungeschönte Auseinandersetzung mit Khalids Lernprozess der vergangenen Jahre. Zudem zeigen die 17 Tracks, was passiert, wenn man sich nach Freiheit sehnt, mit dieser aber noch nicht so recht umzugehen weiss. Für Zane Lowe erläuterte Khalid die Geschichten und Inspirationen hinter seinem neuen Album.

„Intro“
„Ich wollte, dass die Leute ihren eigenen Titel für diesen Song finden, je nachdem was er für sie bedeutet. Er sollte das Intro sein, deshalb habe ich ihn so genannt. Mir fiel kein anderer Titel ein. Der Track hat etwas sehr Filmisches und spült geradezu über einen hinweg, darum dachte ich: ‚Das müssen die Leute als erstes hören.‘“

„Bad Luck“
„Der Einstieg in ‚American Teen‘ ist beschwingt und heiter. ‚Free Spirit‘ hat dagegen einen ganz anderen Vibe. Stimmung und Melodien sind melancholischer. ‚Bad Luck‘ passte so gut zu ‚Intro‘, dass er gleich danach kommen musste. Der Track ist ziemlich heftig, wie ein Schlag ins Gesicht.“

„My Bad“
„Verrückt, aber dieser Song ist einfach so aus mir herausgeflossen. Ich habe ihn in weniger als zehn Minuten geschrieben. Offensichtlich war ich ganz in meinem Element.“

„Better“
„Ich war im Studio in L.A. und hatte meine Freunde um mich. Die Energie stimmte. Ich war voll drin. Ich glaube, ich war gerade von einer Tour zurück und hatte einen unheimlichen Schaffensdrang. Die Energie der Tour steckte noch in mir und es ging Schlag auf Schlag: Die Songs flogen förmlich aus mir heraus und ‚Better‘ war einer davon.“

„Talk“
„Ich liebe Disclosure. Sie standen bereits auf meiner Wunschliste von Leuten, mit denen ich zusammenarbeiten will, seit ich mit dem Musikmachen anfing. Es war allerdings etwas naiv von mir zu erwarten, dass ich aus der Session mit einer House-Platte rauskommen würde. Dieser Beat war nur meine zweite Wahl, bis ich dazu sang und merkte: ‚Okay, das macht Sinn.‘ Es ist ein Wahnsinnssong, einer der besten, die ich je gemacht habe.“

„Right Back“
„Ich arbeite extrem gern mit [dem Produzentenduo] Stargate zusammen, weil mir jedes Mal die Melodien einfach zufliegen. Dieser Track erinnert mich an eine meiner musikalischen Lieblingsepochen: die Neunziger. Wie er klingt und wie er meine Freunde zum Tanzen bringt, zudem die Tatsache, dass meine Mutter ihn total liebt – das alles war ausschlaggebend. Wenn meine Mutter einen Song nicht mag, kommt er auch nicht aufs Album.“

„Don’t Pretend“ (feat. SAFE)
„Ich glaube, ich habe diesen Song 2016 oder 2017 mit SAFE gesungen. Ich liebe seine melodische Stimme. Er war einer der letzten Tracks, den ich für das Album aufnehmen habe. Ich hab ihn wiederentdeckt und dachte: ‚Dieser Song ist so toll. Er muss einfach dabei sein.‘“
„Paradise“
„Ich glaube, ich habe genug Songs, um den Leuten unterschiedliche Seiten von mir als Künstler zu zeigen. Ich hätte immer weiter schreiben können … Ich hatte mindestens noch 30 weitere im Kopf. Auch wenn es nicht alle aufs Album geschafft haben, bedeutet das nicht, dass sie keine Verwendung mehr finden. Ich könnte einige meiner Lieblingskünstler fragen: ‚Hey, wollen wir daraus eine Kollabo machen?‘“

„Hundred“
„‚Hundred‘ ist der Soundtrack meines Lebens. Wenn ich voll in der Arbeit stecke, bin ich wie auf Autopilot und kann nicht anhalten. Ich schwöre, ich könnte in einen Autounfall nach dem anderen geraten und würde mich trotzdem durchkämpfen und meinen Job erledigen. Ich hasse es, etwas abzusagen. Ich stand schon krank auf der Bühne und ich würde auch mit einem gebrochenen Fuss auftreten. Ich gebe immer hundert Prozent und habe hundert Dinge zu erledigen.“

„Outta My Head“
„Ich glaube, ‚Outta My Head‘ ist definitiv mein Lieblingsstück – wegen der Rolle, die das Timing hier spielte. Es war absurd: Ich kam aus dem Studio und lief John Mayer in die Arme. Ich fragte ihn: ‚Willst du hören, woran ich arbeite?‘ Nach drei Songs spielte er mit und es klang super. Ein toller Moment!“

„Free Spirit“
„Dies ist der musikalische Wendepunkt des Albums. Es beginnt düster, aber ab hier hellt es etwas auf. Ich glaube, mit ‚Free Spirit‘ gewinnt es eine neue Stärke und wird noch filmischer.“

„Twenty One“
„Ich finde es super, dass meine Freunde und ich uns gefühlsmässig völlig verstehen. Wir reden, nehmen uns Zeit füreinander, um einfach abzuhängen, zu leben und uns gegenseitig Storys zu erzählen. Du kannst keinen Song schreiben, wenn du nichts hast, worüber du schreiben kannst. Meine Freunde liefern mir jeden Tag neuen Stoff.“

„Bluffin‘“
„Ein sehr schwerer, gefühlvoller Track. Er ist eine Art Versöhnungssong. Wenn du beispielsweise Streit mit deiner oder deinem Liebsten hast, kannst du ihn einfach abspielen. Er sorgt genau für die richtige Stimmung. Hätte er es nicht aufs Album geschafft, hätte er vielleicht in den nächsten ‚Fifty Shades‘-Film gepasst.“

„Self“
„Ich musste lernen, über Verlust und übers Verlieren zu sprechen und darüber, dass ich zwar aus Sicht der Welt obenauf sein mag, aber mental doch ziemlich down war, als ich dieses Stück schrieb. Ich wollte etwas schreiben, das eine andere Verbundenheit zwischen mir und meinen Fans schafft und durch das sie erkennen: ‚Wow, er ist genau wie ich und durchlebt das, was auch ich durchlebe. Auch er steht manchmal vorm Spiegel und macht sich selbst runter, steht dann aber wieder auf.‘“

„Alive“
„Das hier ist das zweite Kapitel von allem: Kapitel zwei, Akt zwei. Ich wollte Songs dafür, die man sich anhören kann, wenn es einem nicht gut geht, wenn man etwas Schweres durchmacht. Aber auch wenn sie sehr traurig klingen, steckt für mich doch eine positive Botschaft dahinter.“

„Heaven“
„‚Heaven‘ wurde von Father John Misty geschrieben. Er liebte den Song und dachte, dass er gut zu mir passen würde. Ich finde, meine Stimme ist seiner nicht unähnlich, weil es eine Stimme ist, mit der ich aufgewachsen bin und viel Zeit verbracht habe. Wie viele Leute kennst du, die von sich sagen können, einen Song aus der Feder von Father John Misty zu singen? Die Tatsache, dass er mich sieht und denkt: ‚Du wirst diesem Lied gerecht und du wirst es so singen, wie es gesungen werden sollte‘ – das ist der Hammer.“

„Saturday Nights“
„Eigentlich wollte ich nicht, dass das Album so düster und angespannt endet. Aber von allen Songs, die ich je geschrieben habe, ist dieser einer meiner Favoriten. Und es ist perfekt, dass er eine zweite Chance bekommt, weil sich im Vergleich zu [der 2018er-EP] ‚Suncity‘ viel mehr Leute ‚Free Spirit‘ anhören werden. Ausserdem spielt er eine wichtige Rolle im Film … dieser Song musste als letztes kommen.“

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