20 Titel, 1 Stunde 1 Minute

UNSERE ANMERKUNGEN

„Lange wurden Popstars als engelhafte, nahezu gottgleiche Wesen behandelt“, erzählt Mabel McVey gegenüber Apple Music. „Ich glaube, dass sich deshalb ein paar Künstler und Künstlerinnen in den letzten Jahren gedacht haben: ,Na und? Ich werde einfach nur noch Mensch sein.‘“ „High Expectations“ offenbart sich dann schließlich auch als ein sehr menschliches Pop-Album, das überaus ehrlich und letztlich einfach überaus gut ist. Es ist auch ein Album, das den Fans eine Menge Geduld abverlangte. „Ich wollte meine Stimme finden, weshalb ich erst mal viel ausprobieren musste“, sagt McVey. Und dabei ist etwas Wunderbares entstanden: ein Album, das die Schöpferin völlig authentisch zeigt. „Ich hätte mich viel weniger allein gefühlt, wenn mir eines meiner Idole als Teenager begegnet wäre und gesagt hätte: ,Manchmal habe ich unglaublich viel Angst, ich kann nicht schlafen, ich denke darüber nach, was die Leute wohl von mir denken, ich ärgere mich über mich selbst.‘“ Passenderweise hat McVey 2019 eines der offensten, kraftspendendsten und überhaupt stärksten Werke geschaffen, eines, das größtenteils auf eingängigen R&B-Pop setzt. An dieser Stelle führt sie uns Track für Track durch ihr Album.


„High Expectations (Intro)“

„Das habe ich vor ungefähr zwei Jahren mit Tre Jean-Marie [Little Mix, Burna Boy] und Joel Compass geschrieben. Ich habe daran gedacht, wie ich als Kind war – unglaublich ehrgeizig. Ich habe die Messlatte für mich selbst gefährlich hoch angesetzt und geriet dabei ziemlich unter Druck. Das hat sich auch auf meine Erwartungshaltung gegenüber anderen Menschen ausgewirkt, vor allem, was Beziehungen betrifft. Das sagt schon eine Menge über mich aus. Das ganze Album ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema.“


„Bad Behaviour“

„In diesem Song geht es um den Spaß, den wir als Mädels haben. Ich wollte einen Song machen, der die Stimmung auffängt und einen buchstäblich in diese eine besonders großartige Nacht zurückversetzt. Als ich am Morgen danach aufwachte, ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Einen Song darüber zu schreiben, war dann auf jeden Fall besser, als einfach irgendwas auf Instagram zu posten. Außerdem geht es hier auch ums große Ganze des Albums: Menschen ein gutes Gefühl zu geben.“


„Don't Call Me Up“

„Ah, meine kleine Melodie. [lacht] Ich werde immer dankbar für diesen Song sein – er hat mein Leben verändert. Ich erinnere mich daran, dass ich total überwältigt war, als wir ihn fertiggestellt haben. Ich denke, die Gefühle in diesem Song sprechen die Leute an. Ich bekomme jeden Tag Nachrichten, in denen Dinge stehen wie: ,Ich ging mit diesem Typen aus, obwohl er ein Arsch zu mir war. Doch ich habe immer wieder deinen Song gehört und schließlich die Kraft gefunden, ihn zu verlassen.‘ So etwas zu hören, finde ich gewaltig und unglaublich cool. Ich liebe die Vorstellung, dass sich Mädels diese Songs gegenseitig vorsingen.“


„FML“

„Diesen Track habe ich mit Marlon Roudette, Oak und Sarah Aarons in Los Angeles geschrieben. Es war eine großartige Studio-Erfahrung. Der Song ist einfach aus mir herausgeströmt. Eigentlich versuche ich immer positiv zu sein, aber manchmal ist das Leben hart. Während dieser Zeit habe ich einiges durchgemacht und dachte mir: ,Fuck!‘ Ich weiß nicht, warum diese Beziehung nicht funktioniert hat. Ich dachte dann an all die Dinge, an die man besser nicht denken sollte: ,I wonder what you’re doing; I wonder where you are; tell me what went wrong.’ Meine ‚FML‘-Phase liegt lange vor der ‚Don’t Call Me Up‘-Phase. Mir gefiel das Ergebnis. Der Song beschreibt, wie sich der ganze Mist anfühlt – und daraus kann man viel Kraft schöpfen.“


„We Don't Say“

„Hier geht es um die verwirrende Zeit in einer Beziehung, wo man sich wünscht, man hätte seinen wahren Gefühlen Ausdruck verliehen. Wenn du so gehandelt hättest, wäre die andere Person vielleicht nicht verschwunden. Es geht darum, mutig genug zu sein, ins kalte Wasser zu springen und sich klar zu machen: ,Mist, wird diese Person mit mir springen?‘ Einer muss es ja machen. Ich liebe den Sound, die Produktion, einfach alles.“


„Selfish Love“ (feat. Kamille)

„Kollaborationen sind mir sehr wichtig, was noch mal deutlicher wird, wenn wir später zu den Bonus-Tracks kommen. Allerdings war es mir auch überaus wichtig, auf meinem Debüt meine eigene Geschichte zu erzählen. Wie dem auch sei, dieses Feature von Kamille ist unverzichtbar für das Album. Sie hat mein Selbstvertrauen gestärkt und war eine wundervolle Freundin und Songwriterin zugleich. Als wir den Song geschrieben haben, machte es auf einmal Sinn, dass sie mit dabei war, vor allem weil das Thema des Songs uns beide betraf. Man erwartet von dir als Frau Dinge, von denen Männer einfach befreit sind. Das gehört zum Frausein dazu – man zerreißt sich. Mit diesem Track hinterfragen wir, warum das so ist.“


„Lucky (Interlude)“

„Zwischenstücke spielten für mich auf vielen Alben, mit denen ich aufwuchs, eine wichtige Rolle. Deshalb dachte ich, es wäre großartig selbst ein paar einzuspielen, um meinem Album eine Struktur zu geben. ,Lucky‘ war im Grunde ein kleiner Freestyle. Mit manchen Sachen in meinem Job, ob Social Media oder was sonst so dazu gehört, muss ich echt kämpfen, aber trotzdem bin ich immer noch sehr glücklich. Ich weiß, dass ich ein privilegiertes Leben führe. Für mich war das hier einfach ein kleiner, schöner Moment. Ich habe hier eigentlich nur für mich selbst gesungen, um mich daran zu erinnern, falls ich mal wieder einen Downer habe.“


„Mad Love“

„Diesen Track hier habe ich unmittelbar nach ,Don’t Call Me Up‘ geschrieben, und anstatt einen zweiten Teil dieses Songs zu machen, wollte ich die wunderbare und unkomplizierte Zeit festhalten, in der sich zwei Menschen ineinander verlieben. Von Mädels wird oft erwartet, dass sie nicht den ersten Schritt machen. Hier wollte ich jedoch zeigen, dass es wichtig ist, selbst in die Offensive zu gehen und sich das zu nehmen, was man will.“


„Trouble“

„,Trouble‘ handelt vom schmalen Grat zwischen Leidenschaft und Drama. Ist diese Beziehung so dramatisch, weil wir so leidenschaftlich und wahnsinnig verliebt sind? Und ist sie deshalb so verkorkst? Oder ist das alles nur Drama, das ich in meinem Leben nicht brauche? Für mich ist es ziemlich schwierig, diese Grenze zu ziehen. Den Song habe ich geschrieben, um mir dabei zu helfen.“


„Put Your Name on It“

„Dies ist einer der ersten Tracks, die ich schrieb, nachdem das Konzept für das Album stand. Es geht darum, die Messlatte für sich selbst hoch anzusetzen, weil man weiß, was einem zusteht. Dem Typ also auch mal sagen können: ,Hör auf rumzualbern! Hier bin ich. Worauf wartest du? Und wenn du mir nicht geben kannst, was ich brauche, hör auf, meine Zeit zu verschwenden!’ Ich denke, dass das eine wichtige Botschaft an junge Frauen ist. Die Leute versuchen, einen zu verarschen, wo es nur geht, aber das Leben ist zu kurz für so was. Es ist zu kurz, um jemanden zappeln zu lassen.“


„Stckhlm Syndrome (Interlude)“

„Stockholm ist ein wichtiger Ort für mich. Ich bin dort aufgewachsen [McVeys Mutter ist die schwedische Künstlerin Neneh Cherry] und habe eine Menge cooler Dinge erlebt, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Es gab jedoch auch bestimmte Erinnerungen, die ich unbedingt ausdrücken musste. Ich fühlte mich dort manchmal sehr eingeengt. Es ist wunderschön dort, aber auch winzig, vor allem als Teenager, wenn man gerade versucht, sich selbst zu finden. Ich wollte mehr Abwechslung und sehnte mich nach etwas Verrücktem. Als ich das schrieb, benutzte ich die Stadt als Metapher für eine toxische Beziehung, wenn man merkt, dass man von der anderen Person gefangen gehalten wird. Und dennoch verliebt man sich in diesen Geiselnehmer. Man kann wirklich sehr ambivalente Gefühle gegenüber dem Ort haben, an dem man aufgewachsen ist.“


„OK (Anxiety Anthem)“

„Diesen Song zu schreiben, war das Schwierigste. Als Songwriterin bin ich sehr stolz auf meine Ehrlichkeit, also habe ich mich auch verantwortlich gefühlt, mit diesem Thema genau so offen und ehrlich umzugehen, wie ich mit Beziehungen oder anderen Dingen umgehe. Schon mein ganzes Leben habe ich Angst – diese Stimme in meinem Kopf – weshalb es auch sehr wichtig für mich ist, darüber zu reden. Es hat mich eine Menge Zeit gekostet herauszufinden, wie ich mich diesem Thema nähern will, weil ich meine Gefühle dazu selbst erst verstehen musste. Ich glaube, ich habe mich so sehr dafür geschämt, dass es mir peinlich war, darüber zu sprechen. Ich sah es als Schwäche. Letztes Jahr habe ich dann eine harte Zeit durchgemacht und stellte fest, dass meine Angst keine Schwäche ist, und fing an, den Leuten davon zu erzählen, anstatt mich weiter zu schämen – in der Hoffnung, sie würden sich vielleicht selbst öffnen. Sogar an dem Tag, als wir den Song aufnahmen, wachte ich auf und dachte: ‚Soll ich aufstehen, mich anziehen, Make-up auflegen und mich durch die nächsten acht Stunden quälen – oder einfach alles abblasen?‘ Dann wurde mir klar, dass es eine magische dritte Option gab, über die ich vorher nie nachgedacht hatte: zu meinen Gefühlen zu stehen und mir selbst treu zu sein.“


„I Belong to Me“

„Es war mir wichtig, das Album mit diesem Stück abzuschließen. Nach all meinen Erfahrungen, über die ich auf dem Album singe – positive wie negative – bin ich nämlich gestärkt daraus hervorgegangen und völlig zufrieden damit. Ich bin glücklich mit mir, so wie ich bin. Und ich denke, dahinter verbirgt sich eine wichtige Botschaft: ,Letztendlich bin ich alles, was ich habe. Was auch immer das ist, ich werde stets mein Bestes tun, es zu lieben. Und das sollte jeder, weil wir uns sonst alle gegenseitig kaputt machen.‘ Tatsächlich hat es wirklich Spaß gemacht, den Song zu schreiben und all die Harmonien einzusingen. Wir verbrachten viele Stunden damit, den Gesang aufzunehmen. Ich könnte das tagelang machen.“


„High Expectations (Outro)“

„Ich liebe die Idee, sich auf etwas zurückzubesinnen. Möchte man das Album öfter hintereinander hören – und es würde mich freuen, wenn Leute das tun – dann ist dies eine gute Methode, sich an den Anfang zurückzubegeben. Es ist eine klassische Methode, ein Album zu beginnen und zu Ende zu bringen. Ich mag die Idee, weil sie so einfach ist.“


Bonus Tracks!

„Finders Keepers“ (feat. Kojo Funds)

„Mit diesem Song fand ich zu meinem Selbstbewusstsein. Ich bereue nichts von dem, was ich vorher produziert habe, aber das hier war definitiv der Punkt, an dem ich dachte, dass ich es geschafft habe. Natürlich bin ich dafür auch Kojo sehr dankbar. Ich war schon immer ein Fan und finde, dass er auf diesem Track wirklich spitzenmäßig ist. Ohne ihn wäre das Ergebnis nicht dasselbe geworden.“


„Fine Line“

„,Finders Keepers‘ war mein erster Song, der in Clubs gespielt wurde und die Leute zum Tanzen animierte. Ich wollte noch so einen. In ‚Fine Line‘ geht es um die aufregende Zeit innerhalb einer Beziehung, in der man sich fragt: ,Bleibt das alles so toll oder geht es am Ende doch den Bach runter?‘“


„My Lover“ (Mabel & Not3s)

„Not3s hat mir viel über das Schreiben beigebracht. Wir haben viel voneinander gelernt. Viele der Songs auf dem Album wären am Ende nicht so geworden, wenn er mir nicht beigebracht hätte, ohne Furcht ins Studio zu gehen. Er marschiert einfach dort rein und macht sein Ding. Er hat keine Angst davor, 20 Minuten ohne vorbereiteten Text aufzunehmen, irgendwelches Zeug zu faseln, Fehler zu machen und dann darüber zu lachen. Ich sagte ihm, dass ich dafür zu ängstlich sei, weil ich mich nicht vor den Leuten blamieren wollte, die zuhörten. Er kam dann einfach zu mir rein und wir alberten rum, um uns nicht den Spaß an der Sache zu verderben.“


„Ring Ring“ (Mabel & Jax Jones feat. Rich The Kid)

„Hätte Not3s mir nicht beigebracht, im Studio mutiger zu sein, wäre dieser Song nie entstanden. Im Grunde war es ein Freestyle. Mit Jax war es anfangs schwierig, weil wir aus unterschiedlichen musikalischen Richtungen kommen. Ich vertraute dann aber einfach darauf, dass er ein unglaublicher Musiker mit einer fantastischen Persönlichkeit ist. Wenn man eine Verbindung spürt, wird schon etwas Brauchbares dabei rauskommen. Am ersten Tag im Studio passierte jedoch gar nichts. Am Ende des zweiten Tages habe ich für eine halbe Stunde gefreestylt, ehe mir Jax die Aufnahmen zuschickte. Er hatte verschiedene Parts auseinandergenommen und zu einem neuen Song zusammengefügt. Ich mag es auch, dass meine Musik einen widersprüchlichen Bezug auf Telefonanrufe nimmt. Einerseits möchte ich nicht, dass mich Leute in bestimmen Momenten anrufen [auf ,Don’t Call Me Up‘], aber hier bin ich enttäuscht, dass niemand meinen Anruf entgegennimmt.“ [lacht]


„Cigarette“

„Mit diesem Track hatte ich unglaublich viel Spaß. RAYE ist ein unglaublicher Singer-Songwriter und Steff [UK-Rapperin Stefflon Don] eine echte Urgewalt. Ich denke, dass sich der Song so authentisch anhört, weil wir eben auch Freunde sind. Außerdem haben wir ihn alle gemeinsam zur selben Zeit im Studio aufgenommen, was sehr ungewöhnlich ist. Ich denke, man hört das auch – wir pushen uns alle gegenseitig hoch.


„Not Sayin’“

„Hier geht es darum, ein bisschen frech zu sein und zu sagen: ,Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, was ich von dir halten soll, aber ich bleibe einfach mal hier, um zu sehen, was passiert.‘“

Achtung, Eltern! Inhalt für Kinder nicht geeignet Apple Digital Master

UNSERE ANMERKUNGEN

„Lange wurden Popstars als engelhafte, nahezu gottgleiche Wesen behandelt“, erzählt Mabel McVey gegenüber Apple Music. „Ich glaube, dass sich deshalb ein paar Künstler und Künstlerinnen in den letzten Jahren gedacht haben: ,Na und? Ich werde einfach nur noch Mensch sein.‘“ „High Expectations“ offenbart sich dann schließlich auch als ein sehr menschliches Pop-Album, das überaus ehrlich und letztlich einfach überaus gut ist. Es ist auch ein Album, das den Fans eine Menge Geduld abverlangte. „Ich wollte meine Stimme finden, weshalb ich erst mal viel ausprobieren musste“, sagt McVey. Und dabei ist etwas Wunderbares entstanden: ein Album, das die Schöpferin völlig authentisch zeigt. „Ich hätte mich viel weniger allein gefühlt, wenn mir eines meiner Idole als Teenager begegnet wäre und gesagt hätte: ,Manchmal habe ich unglaublich viel Angst, ich kann nicht schlafen, ich denke darüber nach, was die Leute wohl von mir denken, ich ärgere mich über mich selbst.‘“ Passenderweise hat McVey 2019 eines der offensten, kraftspendendsten und überhaupt stärksten Werke geschaffen, eines, das größtenteils auf eingängigen R&B-Pop setzt. An dieser Stelle führt sie uns Track für Track durch ihr Album.


„High Expectations (Intro)“

„Das habe ich vor ungefähr zwei Jahren mit Tre Jean-Marie [Little Mix, Burna Boy] und Joel Compass geschrieben. Ich habe daran gedacht, wie ich als Kind war – unglaublich ehrgeizig. Ich habe die Messlatte für mich selbst gefährlich hoch angesetzt und geriet dabei ziemlich unter Druck. Das hat sich auch auf meine Erwartungshaltung gegenüber anderen Menschen ausgewirkt, vor allem, was Beziehungen betrifft. Das sagt schon eine Menge über mich aus. Das ganze Album ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema.“


„Bad Behaviour“

„In diesem Song geht es um den Spaß, den wir als Mädels haben. Ich wollte einen Song machen, der die Stimmung auffängt und einen buchstäblich in diese eine besonders großartige Nacht zurückversetzt. Als ich am Morgen danach aufwachte, ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Einen Song darüber zu schreiben, war dann auf jeden Fall besser, als einfach irgendwas auf Instagram zu posten. Außerdem geht es hier auch ums große Ganze des Albums: Menschen ein gutes Gefühl zu geben.“


„Don't Call Me Up“

„Ah, meine kleine Melodie. [lacht] Ich werde immer dankbar für diesen Song sein – er hat mein Leben verändert. Ich erinnere mich daran, dass ich total überwältigt war, als wir ihn fertiggestellt haben. Ich denke, die Gefühle in diesem Song sprechen die Leute an. Ich bekomme jeden Tag Nachrichten, in denen Dinge stehen wie: ,Ich ging mit diesem Typen aus, obwohl er ein Arsch zu mir war. Doch ich habe immer wieder deinen Song gehört und schließlich die Kraft gefunden, ihn zu verlassen.‘ So etwas zu hören, finde ich gewaltig und unglaublich cool. Ich liebe die Vorstellung, dass sich Mädels diese Songs gegenseitig vorsingen.“


„FML“

„Diesen Track habe ich mit Marlon Roudette, Oak und Sarah Aarons in Los Angeles geschrieben. Es war eine großartige Studio-Erfahrung. Der Song ist einfach aus mir herausgeströmt. Eigentlich versuche ich immer positiv zu sein, aber manchmal ist das Leben hart. Während dieser Zeit habe ich einiges durchgemacht und dachte mir: ,Fuck!‘ Ich weiß nicht, warum diese Beziehung nicht funktioniert hat. Ich dachte dann an all die Dinge, an die man besser nicht denken sollte: ,I wonder what you’re doing; I wonder where you are; tell me what went wrong.’ Meine ‚FML‘-Phase liegt lange vor der ‚Don’t Call Me Up‘-Phase. Mir gefiel das Ergebnis. Der Song beschreibt, wie sich der ganze Mist anfühlt – und daraus kann man viel Kraft schöpfen.“


„We Don't Say“

„Hier geht es um die verwirrende Zeit in einer Beziehung, wo man sich wünscht, man hätte seinen wahren Gefühlen Ausdruck verliehen. Wenn du so gehandelt hättest, wäre die andere Person vielleicht nicht verschwunden. Es geht darum, mutig genug zu sein, ins kalte Wasser zu springen und sich klar zu machen: ,Mist, wird diese Person mit mir springen?‘ Einer muss es ja machen. Ich liebe den Sound, die Produktion, einfach alles.“


„Selfish Love“ (feat. Kamille)

„Kollaborationen sind mir sehr wichtig, was noch mal deutlicher wird, wenn wir später zu den Bonus-Tracks kommen. Allerdings war es mir auch überaus wichtig, auf meinem Debüt meine eigene Geschichte zu erzählen. Wie dem auch sei, dieses Feature von Kamille ist unverzichtbar für das Album. Sie hat mein Selbstvertrauen gestärkt und war eine wundervolle Freundin und Songwriterin zugleich. Als wir den Song geschrieben haben, machte es auf einmal Sinn, dass sie mit dabei war, vor allem weil das Thema des Songs uns beide betraf. Man erwartet von dir als Frau Dinge, von denen Männer einfach befreit sind. Das gehört zum Frausein dazu – man zerreißt sich. Mit diesem Track hinterfragen wir, warum das so ist.“


„Lucky (Interlude)“

„Zwischenstücke spielten für mich auf vielen Alben, mit denen ich aufwuchs, eine wichtige Rolle. Deshalb dachte ich, es wäre großartig selbst ein paar einzuspielen, um meinem Album eine Struktur zu geben. ,Lucky‘ war im Grunde ein kleiner Freestyle. Mit manchen Sachen in meinem Job, ob Social Media oder was sonst so dazu gehört, muss ich echt kämpfen, aber trotzdem bin ich immer noch sehr glücklich. Ich weiß, dass ich ein privilegiertes Leben führe. Für mich war das hier einfach ein kleiner, schöner Moment. Ich habe hier eigentlich nur für mich selbst gesungen, um mich daran zu erinnern, falls ich mal wieder einen Downer habe.“


„Mad Love“

„Diesen Track hier habe ich unmittelbar nach ,Don’t Call Me Up‘ geschrieben, und anstatt einen zweiten Teil dieses Songs zu machen, wollte ich die wunderbare und unkomplizierte Zeit festhalten, in der sich zwei Menschen ineinander verlieben. Von Mädels wird oft erwartet, dass sie nicht den ersten Schritt machen. Hier wollte ich jedoch zeigen, dass es wichtig ist, selbst in die Offensive zu gehen und sich das zu nehmen, was man will.“


„Trouble“

„,Trouble‘ handelt vom schmalen Grat zwischen Leidenschaft und Drama. Ist diese Beziehung so dramatisch, weil wir so leidenschaftlich und wahnsinnig verliebt sind? Und ist sie deshalb so verkorkst? Oder ist das alles nur Drama, das ich in meinem Leben nicht brauche? Für mich ist es ziemlich schwierig, diese Grenze zu ziehen. Den Song habe ich geschrieben, um mir dabei zu helfen.“


„Put Your Name on It“

„Dies ist einer der ersten Tracks, die ich schrieb, nachdem das Konzept für das Album stand. Es geht darum, die Messlatte für sich selbst hoch anzusetzen, weil man weiß, was einem zusteht. Dem Typ also auch mal sagen können: ,Hör auf rumzualbern! Hier bin ich. Worauf wartest du? Und wenn du mir nicht geben kannst, was ich brauche, hör auf, meine Zeit zu verschwenden!’ Ich denke, dass das eine wichtige Botschaft an junge Frauen ist. Die Leute versuchen, einen zu verarschen, wo es nur geht, aber das Leben ist zu kurz für so was. Es ist zu kurz, um jemanden zappeln zu lassen.“


„Stckhlm Syndrome (Interlude)“

„Stockholm ist ein wichtiger Ort für mich. Ich bin dort aufgewachsen [McVeys Mutter ist die schwedische Künstlerin Neneh Cherry] und habe eine Menge cooler Dinge erlebt, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Es gab jedoch auch bestimmte Erinnerungen, die ich unbedingt ausdrücken musste. Ich fühlte mich dort manchmal sehr eingeengt. Es ist wunderschön dort, aber auch winzig, vor allem als Teenager, wenn man gerade versucht, sich selbst zu finden. Ich wollte mehr Abwechslung und sehnte mich nach etwas Verrücktem. Als ich das schrieb, benutzte ich die Stadt als Metapher für eine toxische Beziehung, wenn man merkt, dass man von der anderen Person gefangen gehalten wird. Und dennoch verliebt man sich in diesen Geiselnehmer. Man kann wirklich sehr ambivalente Gefühle gegenüber dem Ort haben, an dem man aufgewachsen ist.“


„OK (Anxiety Anthem)“

„Diesen Song zu schreiben, war das Schwierigste. Als Songwriterin bin ich sehr stolz auf meine Ehrlichkeit, also habe ich mich auch verantwortlich gefühlt, mit diesem Thema genau so offen und ehrlich umzugehen, wie ich mit Beziehungen oder anderen Dingen umgehe. Schon mein ganzes Leben habe ich Angst – diese Stimme in meinem Kopf – weshalb es auch sehr wichtig für mich ist, darüber zu reden. Es hat mich eine Menge Zeit gekostet herauszufinden, wie ich mich diesem Thema nähern will, weil ich meine Gefühle dazu selbst erst verstehen musste. Ich glaube, ich habe mich so sehr dafür geschämt, dass es mir peinlich war, darüber zu sprechen. Ich sah es als Schwäche. Letztes Jahr habe ich dann eine harte Zeit durchgemacht und stellte fest, dass meine Angst keine Schwäche ist, und fing an, den Leuten davon zu erzählen, anstatt mich weiter zu schämen – in der Hoffnung, sie würden sich vielleicht selbst öffnen. Sogar an dem Tag, als wir den Song aufnahmen, wachte ich auf und dachte: ‚Soll ich aufstehen, mich anziehen, Make-up auflegen und mich durch die nächsten acht Stunden quälen – oder einfach alles abblasen?‘ Dann wurde mir klar, dass es eine magische dritte Option gab, über die ich vorher nie nachgedacht hatte: zu meinen Gefühlen zu stehen und mir selbst treu zu sein.“


„I Belong to Me“

„Es war mir wichtig, das Album mit diesem Stück abzuschließen. Nach all meinen Erfahrungen, über die ich auf dem Album singe – positive wie negative – bin ich nämlich gestärkt daraus hervorgegangen und völlig zufrieden damit. Ich bin glücklich mit mir, so wie ich bin. Und ich denke, dahinter verbirgt sich eine wichtige Botschaft: ,Letztendlich bin ich alles, was ich habe. Was auch immer das ist, ich werde stets mein Bestes tun, es zu lieben. Und das sollte jeder, weil wir uns sonst alle gegenseitig kaputt machen.‘ Tatsächlich hat es wirklich Spaß gemacht, den Song zu schreiben und all die Harmonien einzusingen. Wir verbrachten viele Stunden damit, den Gesang aufzunehmen. Ich könnte das tagelang machen.“


„High Expectations (Outro)“

„Ich liebe die Idee, sich auf etwas zurückzubesinnen. Möchte man das Album öfter hintereinander hören – und es würde mich freuen, wenn Leute das tun – dann ist dies eine gute Methode, sich an den Anfang zurückzubegeben. Es ist eine klassische Methode, ein Album zu beginnen und zu Ende zu bringen. Ich mag die Idee, weil sie so einfach ist.“


Bonus Tracks!

„Finders Keepers“ (feat. Kojo Funds)

„Mit diesem Song fand ich zu meinem Selbstbewusstsein. Ich bereue nichts von dem, was ich vorher produziert habe, aber das hier war definitiv der Punkt, an dem ich dachte, dass ich es geschafft habe. Natürlich bin ich dafür auch Kojo sehr dankbar. Ich war schon immer ein Fan und finde, dass er auf diesem Track wirklich spitzenmäßig ist. Ohne ihn wäre das Ergebnis nicht dasselbe geworden.“


„Fine Line“

„,Finders Keepers‘ war mein erster Song, der in Clubs gespielt wurde und die Leute zum Tanzen animierte. Ich wollte noch so einen. In ‚Fine Line‘ geht es um die aufregende Zeit innerhalb einer Beziehung, in der man sich fragt: ,Bleibt das alles so toll oder geht es am Ende doch den Bach runter?‘“


„My Lover“ (Mabel & Not3s)

„Not3s hat mir viel über das Schreiben beigebracht. Wir haben viel voneinander gelernt. Viele der Songs auf dem Album wären am Ende nicht so geworden, wenn er mir nicht beigebracht hätte, ohne Furcht ins Studio zu gehen. Er marschiert einfach dort rein und macht sein Ding. Er hat keine Angst davor, 20 Minuten ohne vorbereiteten Text aufzunehmen, irgendwelches Zeug zu faseln, Fehler zu machen und dann darüber zu lachen. Ich sagte ihm, dass ich dafür zu ängstlich sei, weil ich mich nicht vor den Leuten blamieren wollte, die zuhörten. Er kam dann einfach zu mir rein und wir alberten rum, um uns nicht den Spaß an der Sache zu verderben.“


„Ring Ring“ (Mabel & Jax Jones feat. Rich The Kid)

„Hätte Not3s mir nicht beigebracht, im Studio mutiger zu sein, wäre dieser Song nie entstanden. Im Grunde war es ein Freestyle. Mit Jax war es anfangs schwierig, weil wir aus unterschiedlichen musikalischen Richtungen kommen. Ich vertraute dann aber einfach darauf, dass er ein unglaublicher Musiker mit einer fantastischen Persönlichkeit ist. Wenn man eine Verbindung spürt, wird schon etwas Brauchbares dabei rauskommen. Am ersten Tag im Studio passierte jedoch gar nichts. Am Ende des zweiten Tages habe ich für eine halbe Stunde gefreestylt, ehe mir Jax die Aufnahmen zuschickte. Er hatte verschiedene Parts auseinandergenommen und zu einem neuen Song zusammengefügt. Ich mag es auch, dass meine Musik einen widersprüchlichen Bezug auf Telefonanrufe nimmt. Einerseits möchte ich nicht, dass mich Leute in bestimmen Momenten anrufen [auf ,Don’t Call Me Up‘], aber hier bin ich enttäuscht, dass niemand meinen Anruf entgegennimmt.“ [lacht]


„Cigarette“

„Mit diesem Track hatte ich unglaublich viel Spaß. RAYE ist ein unglaublicher Singer-Songwriter und Steff [UK-Rapperin Stefflon Don] eine echte Urgewalt. Ich denke, dass sich der Song so authentisch anhört, weil wir eben auch Freunde sind. Außerdem haben wir ihn alle gemeinsam zur selben Zeit im Studio aufgenommen, was sehr ungewöhnlich ist. Ich denke, man hört das auch – wir pushen uns alle gegenseitig hoch.


„Not Sayin’“

„Hier geht es darum, ein bisschen frech zu sein und zu sagen: ,Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, was ich von dir halten soll, aber ich bleibe einfach mal hier, um zu sehen, was passiert.‘“

Achtung, Eltern! Inhalt für Kinder nicht geeignet Mastered for iTunes
TITEL LÄNGE

Bewertungen und Rezensionen

4.4 von 5
16 Bewertungen

16 Bewertungen

Aron J. ,

Mega ALBUM! 🦋💙

Sehr schönes Album! Tolle Lieder kann ich nur empfehlen!

frcboo ,

Exzellent! ❤️❤️❤️

Endlich ein Album, welches vollständig aus guten Songs besteht. Kann man durchgehend hören, gute Stimme, toller Sound. Alles richtig gemacht!

PROsciuttu ,

👍

👍👍

Mehr von Mabel