4 Titel, 14 Minuten

TITEL LÄNGE

Bewertungen und Rezensionen

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1 Bewertung

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FaithRunner73 ,

Großartiges Debüt

Auf das Erstlingswerk dieser aufstrebenden Sängerin/Songwriterin möchte ich hier einmal ausführlich eingehen:

1. Cold Heart

Schöner Titel mit gemächlichem Rhythmus. Tolle Melodie in der Strophe, der Refrain ist eher nur ein Anhängsel dazu. Die Bridge fällt da ein wenig ab, nimmt die Spannung raus. Danach in Bezug zur Gesamtlänge ein relativ langer Vokalteil ohne Text, hält die verträumte Stimmung aber aufrecht. Schließlich noch eine Strophe und zwei Mal der Refrain.

Der Titel stimmt nachdenklich, gerade auch wegen des Textes, aber nicht hoffnungslos. Schöner poppiger Elektrosound, die Bassklänge im Hintergrund fallen ein wenig auf. Vielleicht wäre da etwas weniger mehr gewesen.

Auf jeden Fall eine sehr gefällige Pop-Perle!

2. Glow

Angenehme Melodie in Strophe und Refrain, auch wieder im Midtempo-Bereich. Die Rhythmussektion setzt erst zur zweiten Strophe ein. Der Gesang mit etwas viel Hall-Effekt, der Rhythmus ist gut gemacht, aber die Klatschgeräusche scheinen mir deplatziert. Der C-Teil ist dann der Höhepunkt des Titels, schön fortgesetzt mit der Proklamation „There´s no fear in love at all“ und am Schluss gut abgerundet.

Der Text spricht offenbar von der persönlichen Beziehung zu Gott, auch wenn es sich um kein explizites Anbetungslied handelt. Dafür aber sehr sinnliche Worte, die tiefe Intimität vermitteln, klasse!

Insgesamt ein sehr schönes Lied, wenn auch musikalisch meiner Meinung nach nicht ganz auf Niveau des vorigen Titels.

3. Girl On Fire

Dazu fehlen mir nun fast die Worte. Durchgehend wunderschön verträumte Melodien und ein extrem sinnlicher und suggestiver Text. So viel Herzblut und feminine Power in ein Lied gepackt, da entwickelt sich beim aufmerksamen Zuhören mehr als nur Gänsehaut!

Tolle treibende Rhythmussektion, vielleicht wieder ein bisschen viel Hall im Gesang, aber das ist nun wirklich Meckern auf hohem Niveau: Für mich der eindeutige Höhepunkt der EP!

4. Wildfire

Hier mal ein rein instrumentales Intro. Die Strophe beginnt eher mäßig spannend, nimmt dann aber über die Bridge an Fahrt auf und mündet in einen mitreißenden Refrain. Das ganze wiederholt sich in der zweiten Strophe, aber mit einer intensiveren kurzen Bridge, auf die wieder der Refrain folgt. Dann auch ein schöner C-Teil, bevor über einen kurzen Instrumentalteil Spannung aufgebaut wird, die wieder in den Refrain mündet.

Vom Text her eindeutig ein Liebeslied, wieder sehr feminin und sinnlich. Das weiß doch sehr zu gefallen! Von allen vier Titeln derjenige, der am ehesten einen konventionellen Popsong darstellt.

Mein Gesamteindruck: Alle Beteiligten haben sich auf dieser kleinen, aber sehr feinen Veröffentlichung große Mühe gegeben und wussten ziemlich genau, was sie taten. Die Produktion ist sehr professionell, die Instrumentierung klingt satt und die wundervolle Stimme schwebt engelsgleich über der verträumt anmutenden Soundkulisse.

Fazit: Ein mehr als würdiges Debüt! Macht eindeutig Lust auf mehr :-)