

Dreiundzwanzig Alben nach dem Start seiner eindrucksvollen Laufbahn schöpft Moby noch immer Inspiration aus seinen frühesten Arbeiten. „Future Quiet“ beginnt mit „When It’s Cold I’d Like to Die“, einem Stück, das langjährige Fans aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen kennen dürften. Der Song erschien ursprünglich 1995 auf „Everything Is Wrong“ und entstand unter Mitwirkung von Mimi Goese; durch seinen Einsatz in „Stranger Things“ erfuhr er Jahrzehnte später eine bemerkenswerte Renaissance. Für die neue Version holt sich Moby Jacob Lusk von den Gabriels ins Boot. So gibt er uns einen spannenden Einblick darüber, wie er seine eigene Musik sieht, die 30 Jahre nach ihrer Veröffentlichung erneut in der Popkultur widerhallt. Der Track zählt zu den kraftvolleren, weit ausladenden Momenten des Albums, während viele andere Stücke den Fokus auf reduzierte, klavierzentrierte Ambient-Klänge („Great Absence“) oder gefühlvolle Arrangements aus Schlagzeug und Streicher:innen („Mott St 1992“) legen. So führt Moby die unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zusammen, die ihn seit über drei Jahrzehnten prägen.