Unsere Anmerkungen Keine Müdigkeit im Hause Luciano. Nachdem der Berliner bereits mit dem im August 2019 erschienenen „Millies“ – sein drittes Album – in der ersten Liga hiesiger Hip-Hop-Stars angekommen war, manifestiert dessen Nachfolger seinen Ausnahmestatus in eben dieser. Es heißt folgerichtig: „EXOT“. Tatsächlich gibt es hierzulande keinen anderen Rapper, der die populäre Renaissance des Drill-Sounds so konsequent und eigen übersetzt wie Luciano. Und das ist nur die offensichtlichste Erkenntnis beim Hören seines neuen Albums: er macht aus dem Sound-technisch minimalistischen Genre etwas Neues. Auf Songs wie „Belly Dance“ oder „Trippin“ kombiniert er charakteristische Drill-Flows mit seinem A-Liga-Gespür für die richtigen Melodien, auf anderen Songs wiederum Westberliner Straßensound mit ins Sphärische gedrehten Vocal Samples. Und dann gibt es auch noch Referenzen an die Hip-Hop-Geschichte wie auf „LL Cool J“, das den größten Hit des New Yorker Rappers zitiert. Ladies Love Cool Luciano? Klar – alle anderen Geschlechter aber auch. Denn: Es gibt momentan einfach niemanden, der stilsicherer Beats macht, Adlibs ins Mic spittet, Hooks schreibt, Features pickt und mit all dem einen einzigartigeren Vibe kreiert als der Drillminister. Und es sieht zudem ganz so aus, als hätte Luciano sich mit „EXOT“ mal wieder selbst übertroffen.

TITEL
Mios mit Bars
1
3:52
 
Frozen
2
2:56
 
Dreamer Drill
3
3:20
 
Block Life
4
3:17
 
Maison
5
3:14
 
LL Cool J
6
2:54
 
Kinosaal
7
2:56
 
Shake It
8
3:19
 
Never Know
9
3:17
 
John Travolta
10
2:44
 
Nacht zu kurz
11
4:05
 
Galaxie
12
3:15
 
John Gotti
13
2:40
 
Trippin’
14
3:10
 
Halb 3
15
3:02
 
Belly Dance
16
2:33
 
Late Night
17
3:21
 
Sip
18
3:09
 
Paranoia
19
2:41
 
Diamond Grillz
20
4:03
 
Hennessy Vitamin
21
2:51
 

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