Confessions

Confessions

Mimi Webbs „Confessions“ strotzt nur so vor selbstbewusstem Pop, doch die Singer-Songwriterin war so voller Zweifel, dass sie ihre ursprünglichen Ideen verwarf. „Wir haben die erste Version des Albums komplett über Bord geworfen“, erzählt Webb gegenüber Apple Music Radio. „Ich habe es vor etwa anderthalb Jahren geschrieben, aber ich bin in Panik geraten und fühlte mich überhaupt nicht inspiriert. Ich dachte: ‚Ich kann diese verdammten Songs nicht die nächsten zwei Jahre auf Tour singen. Auf keinen Fall.‘ Obwohl ich sie sehr mochte, berührten sie mich nicht wirklich, sie gingen nicht tief genug für das, was ich in meinem Alltag durchmachte.“ Webb räumt ein, dass das Nachfolgealbum zu „Amelia“ von 2023 eine Herausforderung war – eine Herausforderung, die sie jedoch „sehr glücklich“ gemacht hat. Und die zusätzliche Arbeit hat sich ausgezahlt: Das Ergebnis sind zwölf Songs, die die emotionale Bandbreite des Lebens einer Mittzwanzigerin widerspiegeln. Webb wurde Anfang der 2020er-Jahre berühmt, als Charli D’Amelio ihren Song „Before I Go“ in einem TikTok-Video verwendete. Mit „Confessions“ wird sie noch tiefgründiger: Unter dem glänzenden Y2K-R&B von „Kiss My Neck“ verbirgt sich Herzschmerz, und in „You Don’t Look At Me The Same“ zeigt sie eine zarte Akzeptanz der Trennung ihrer Eltern nach 30 Jahren Ehe. Einer von Webbs Lieblingssongs auf dem Album ist „Mind Reader“ mit Meghan Trainor. „Wir waren bei ihr zu Hause und hatten die ganze Zeit beim Schreiben einen super Vibe“, erzählt sie. Auch der Track „Love Language“ sticht heraus – drei Minuten anspruchsvoller Pop, in denen Webb darüber nachdenkt, was sie sich von einer Partnerschaft wünscht. „Das ändert sich mit dem Alter“, sagt sie. „Mit 21 ging es noch um Geschenke, aber je älter ich werde, desto mehr sind es für mich Taten der Fürsorge – mir einfach ein paar Schritte voraus zu sein und mir zu helfen. Wenn ich von der Arbeit nach Hause eile, würde ich mich über ein Abendessen auf dem Tisch freuen.“ Als „Confessions“ fertig war, gab es nur noch ein Element der Ungewissheit: den Titel. „Ich hatte keine Ahnung, wie ich das Album nennen sollte, und war hin- und hergerissen“, sagt sie. „Es steckt viel Positives und viel Negatives darin, und ich glaube, das ist die Geschichte des Lebens. Für mich ging es darum, auf diesem Album die Zuhörer:innen mit einzubeziehen und viel tiefer zu gehen, als nur an der Oberfläche zu kratzen. Es geht darum, unerwarteter Wendungen zu erleben – man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke wartet.“