

Ein guter Sommertag ist schwerelos. Warm, aber nie zu heiß. Lässige Menschen tauchen in seinem Verlauf auf, die richtigen Gefühle. Ein guter Sommertag schmeckt nach Strand – selbst dann, wenn der weit weg ist. An diesem Strand wiederum sitzt vielleicht Max Allais mit seiner Gitarre, ganz so wie auf dem Cover seiner EP. Sechs Songs lang malt der Neuseeländer Bilder vom Erwachsenwerden, von der Liebe und von den Zweifeln, die beides begleiten. Musikalisch tastet er sich dabei durch verschiedene Genres. Mal hört man klassischen, reduzierten Folkrock, dann wieder flackert plötzlich ein Beat auf und flüstert dir ins Ohr: Zu diesen Klängen darfst du auch tanzen. Oft wachsen die Songs zu Hymnen an, die Refrains streben in den Himmel. Beliebig wirkt diese Vielfalt dabei nie. Allais destilliert aus ihr einen sehr eigenen Sound, der sich wie ein Maßanzug um seine Samtstimme legt. Eine Stimme, die schwerelos klingt – eben wie ein guter Sommertag.