

Euphorische Gefühle treffen auf flirrende Beats, Herzschmerz vereint sich mit pochenden Drums, leise Hoffnung fließt mit Gitarrenklängen zusammen. Das Ergebnis ist ein Mix, der die Emotionen zum Tanzen bringt. Zwischen Aufbruch und Rückblick entfaltet sich „And I’d Do It Again“ als Debütalbum, das mit erstaunlicher Sicherheit weiß, woher es kommt und wohin es will. Der Sound ist episch, aber nicht aufgeblasen, mit einer Rohheit, die jederzeit kontrolliert bleibt. Only The Poets präsentieren eine beachtliche Bandbreite an Herzensangelegenheiten mit klarer Live-DNA, getragen von druckvollem Schlagzeug und schimmernden Synths. „Monumental“ macht seinem Namen alle Ehre: Der zweite Track des Albums geht imposant in die musikalische Version eines Coming-of-Age-Films über – roh, dynamisch und voller Bewegung. Auch „Emotionally Hungover“ hält das Tempo hoch und verbindet innere Erschöpfung mit einem unwiderstehlichen Drive, der sofort hängen bleibt. Dieser Kontrast zwischen der Schwere der Themen und der Leichtigkeit des Klangs zieht sich durch das gesamte Werk: Er treibt Songs und Gefühle himmelhoch und holt sie wieder zurück auf den Boden. „I Keep On Messing It Up“ bringt dann selbstkritisch und offen die Spannung auf den Punkt. Die vier Briten gönnen sich – und uns – aber auch ruhigere Momente. „Madeline“ wirkt wie ein Tagebucheintrag, während „Thinking Bout Your Ex“ Eifersucht in einen verspielten, warmen Groove übersetzt. „Saké“ taucht das Geschehen in verführerisches, nächtliches Neonlicht, bevor „You Hate That I’m In Love“ erneut mit kinematografischer Größe und emotionalem Druck herausragt. Dass die Band ihr Studiowerk für die große Bühne konzipiert hat, pulsiert durch jeden Beat.