Unsere Anmerkungen Nein, Rea Garvey versucht sich nicht plötzlich an Latin-Sounds: „Hy Brasil“ ist eine Phantominsel im Atlantik, die der Sage nach im 6. Jahrhundert von keltischen Mönchen entdeckt wurde – und sich besonders durch ihre Fruchtbarkeit auszeichnete. Vor allem in Irland ist sie ein Sehnsuchtsort, ein Ort fernab tatsächlicher Realitäten. Und da kommt Rea Garvey ins Spiel. Seitdem er und seine Band Reamonn vor 20 Jahren mit „Supergirl“ die Charts eroberten, ist der Ire eine feste Figur im deutschen Musikgeschäft – und klang doch lange nicht mehr so lebendig wie auf diesem Album. Geschickt vermischt er moderne Popmusik mit Einflüssen aus drei Jahrzehnten, erlaubt sich flächige Synthie-Sounds der 80er-Jahre-Schule ebenso wie neumodische Beats – etwa in „The One“. In „Never Get Enough Of Your Love“ schielt er sogar Richtung Gospel und mit „Caramel“ wird der Pop gefühlvoll. Besonders berührend: „Men Don’t Cry“, ein vertonter Brief an seinen Vater, der einer Generation entstammt, in der Tränen für Männer tatsächlich noch nicht schicklich waren. Diese musikalische Vielfalt wird nie zur Beliebigkeit: Garvey hält geschicktes, immer wieder überraschendes Songwriting mit seiner ausdrucksvollen, wiedererkennbaren Stimme zusammen. Tatsächlich Musik für die Insel.

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