Alan Walker
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Infos zu Alan Walker

Alan Walker war schon auf dem Weg, die Dance Music der 2010er-Jahre neu zu formen, als er noch nicht einmal alt genug war, um in einen Club zu kommen. 1997 als Sohn einer Engländerin und eines Norwegers in Northampton (England) geboren, wuchs Walker im norwegischen Bergen auf. Bereits als junger Teenager entdeckte er elektronische Musik und brachte sich mit Online-Tutorials das Produzieren selbst bei. Mit 15 begann er, seine Musik ins Internet hochzuladen – strahlend-euphorische Instrumentals, die beeinflusst waren von der Dramatik von Trance, der Ausgelassenheit von Hardstyle und der Lebendigkeit von Video-Game-Soundtracks. „Faded“ markierte für ihn 2015 den Wendepunkt: Das sich dynamisch steigernde Vocal-Remake seines melancholischen Instrumentals „Fade“ machte aus dem Digital Native einen Welteroberer, der die Charts anführte und Rekorde brach. Die lockere Gangart und Struktur des Stücks kündigten die Abkehr an von den auf musikalische Höhepunkte hinsteuernden EDM-Tracks hin zu einem softeren Stil mit tropischem Flair. Dance-Ikonen wie Tiësto und Hardwell standen direkt Schlange, um den Hit des damals 18-Jährigen zu remixen. Praktisch über Nacht entwickelten sich Walkers beschwingte Akkorde und seine skurrilen Panflöten-Melodien zum bestimmenden Sound der Crossover-Dance-Music. Und der Künstler blieb weiter experimentierfreudig. So finden sich auf seinem Debütalbum aus dem Jahr 2018 und den folgenden Singles packende Akustikversionen, Country-Harmonien, Latin Urban-Remixe und vieles mehr. Jedes Stück nutzte er als neue Gelegenheit, mit Konventionen zu brechen und einen neuen Kurs einzuschlagen. Das ist der ganz natürliche Instinkt von jemandem, der damit aufgewachsen ist, EDM nicht als etwas zu betrachten, das in Stein gemeißelt ist – sondern sie als ein offenes Feld mit unendlichen Möglichkeiten begreift.

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