Joe Hisaishi

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Infos zu Joe Hisaishi

Der „Weniger ist mehr“-Komponist Joe Hisaishi wurde als Maximalist berühmt, während er gleichzeitig seinen minimalistischen Impulsen treu blieb. 1950 als Mamoru Fujisawa in Nakano in der japanischen Präfektur Nagano geboren, lernte er durch seinen filmbegeisterten Vater jedes Jahr Hunderte von Filmen kennen. Nachdem er in den frühen 70er-Jahren seine ersten Animes vertont hatte und von New Age und elektronischer Musik begeistert war, änderte er seinen Namen in eine japanische Version von Quincy Jones („Quincy“ kann mit denselben Schriftzeichen wie „Hisaishi“ geschrieben werden). Sein Debüt von 1981, „MKWAJU“, ist ein Album mit afrikanisch inspiriertem Minimalismus für Perkussionsensemble. Für seinen ersten Film mit Hayao Miyazaki wechselte Hisaishi 1986 jedoch den Kurs. „Das Schloss im Himmel“ erweiterte seine Synthesizer-Skizzen zu opulenten Orchestrierungen für ein internationales Publikum und läutete den Beginn einer langen Partnerschaft mit dem Mitbegründer des Studio Ghibli ein. Hisaishis emotionale Achterbahn der Musik für Filme wie „Mein Nachbar Totoro“ (1988), „Prinzessin Mononoke“ (1997) und „Chihiros Reise ins Zauberland“ (2001) spiegelte die Tapferkeit, die Unschuld, die Melancholie und den Zauber der Held:innen wider. Während Hisaishi für Miyazaki so etwas wie John Williams für Steven Spielberg war, produzierte er auch die pulsierende (und mit dem Award of the Japanese Academy ausgezeichnete) Musik für Takeshi Kitanos Gangsterfilm „Sonatine“ von 1993. Sein Lieblingswerk sei jedoch „Minima Rhythm“ aus dem Jahr 2009, das vom London Symphony Orchestra aufgeführt wurde. Dabei handelt es sich um eine großartige, sinfonische Interpretation melodisch minimalistischer Ideen, die die strengen und die farbenfrohen Aspekte seiner brillanten Karriere miteinander vereint.

HEIMATORT
Nakano, Nagano, Japan
GEBOREN
6. Dezember 1950
GENRE
Soundtracks
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