14 Titel, 51 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

Nachdem er 2017 seine Solokarriere mit dem Platin-ausgezeichneten Album „As You Were“ gestartet hatte, äußerte sich Liam Gallagher hinsichtlich des bereits geplanten Nachfolgers schlicht im Sinne von: Tu es wieder und mach es besser! „Ich werde den Stil meiner Musik niemals ändern“, erzählt er Apple Music. „Mir ist klar, was die Besucher meiner Konzerte hören möchten und was nicht, also ist es sehr einfach. Ich versuche nicht, ein zweites „Sgt. Pepper“ oder „The Wall“ zu machen. Es ist, was es ist. Neil Young hat seinen Sound seit 40 Jahren nicht geändert, und niemand nimmt ihm das übel. Aber ich bin auch weit davon entfernt, mich mit Neil Young zu vergleichen.“


Liam ist sich sehr bewusst, was er ist: der größte Rock ’n’ Roll-Sänger seiner Generation. Auf „Why Me? Why Not.“ zittert seine Stimme förmlich vor Liebe, Weisheit, Zorn und Schmerz. Er ist genauso unwiderstehlich wie in der Hochphase von Oasis – und dies sind einige der besten Songs, an denen er in den letzten zwei Jahrzehnten gearbeitet hat. Er ist beeindruckend bissig im kraftvollen Glam Rock von „Shockwave“ und elektrisierend in „The River“, zwei Psych-Rock-Triebwerke für die Seele. Die sanfteren Momente sind genauso mitreißend, nicht zuletzt dann, wenn er in „Now That I’ve Found You“ immerwährende Liebe zu seiner Tochter Molly schwört. Das Kernstück ist „Once“, ein nachdenklicher, sehr zu Herzen gehender Song mit einem jener Gänsehaut-Refrains, die seit 25 Jahren sein Markenzeichen sind. „Es ist einer dieser Songs, der dir alle paar Jahre gelingt, vielleicht auch nur einmal im Leben“, sagt er. „Wir hatten einige davon bei Oasis. Ich glaube, wenn Noel den Song geschrieben hätte oder wenn er als Oasis-Track veröffentlicht worden wäre, würden die Leute ausflippen. Ich finde, es hat denselben Stellenwert wie alles, was Lennon, Pink Floyd oder Bowie geschaffen haben. Es ist so, als würde ich schweben, wenn ich ihn singe. Wenn ihr mich also fliegen seht, wisst ihr, dass ich Spaß habe.“


In „One of Us“ singt Gallagher: „Come on, I know you want more/Come on and open your door/After it all, you’ll find out/You were always one of us.“ Es ist ein Friedensangebot an Noel – auch wenn Liam nicht wirklich glaubt, dass es angenommen wird. „Mein Gott, nein, auf keinen Fall, Leute. Er möchte mit mir aus vielen Gründen nicht mehr zusammenarbeiten. Wisst ihr auch, warum? Weil er weiß, dass er die Arbeit teilen müsste, und wenn er neben mir steht, wird er sehr, sehr klein. Das möchte er nicht, denn er will allein im Rampenlicht stehen. Aber so ist es halt, man versucht es weiterhin, oder? Ich denke, das wird das letzte Mal sein. Ich bin durch damit und werde mein Ding weitermachen.“


„Aber ich werde ihn weiter sticheln, weil er es braucht – und umgekehrt. Aber es ist Liebe, Liebe, Liebe, nicht Hass, Hass, Hass. Ich hasse ihn nicht. Ich liebe ihn, wisst ihr, was ich meine?“


Weder das krachende Ende von Oasis noch das vergleichsweise sanfte Aus seiner Nachfolge-Band Beady Eye waren von Gallagher so gewollt. Aber nachdem er in den Songwritern und Produzenten Greg Kurstin und Andrew Wyatt zwei Mitstreiter gefunden hatte, „die genau wissen, um was es mir geht“, trat er als einzigartige Stimme großer, emotionaler Rocksongs zurück ins Rampenlicht.


„Ich habe vier Jahre lang so gut wie nichts getan“, sagt er zu der schweren Zeit zwischen dem Ende von Beady Eye und „As You Were“, in die zudem seine Scheidung fiel. „Ich war aber auch nicht ohne Essen in der Wüste gestrandet oder bin von den Taliban gefangen genommen worden. Ich war im Pub und habe mich ziemlich gehen lassen, doch ich hatte während dieser Zeit auch die Gelegenheit, mein Privatleben in Ordnung zu bringen. Man sollte mit sich im Reinen sein. Ich habe noch viel vor. Solange die Leute mich sehen und hören wollen, werde ich weitermachen, denn es gibt nichts anderes zu tun und es ist der beste Gig der Welt.“


25 Jahre nachdem er mit Oasis auf der musikalischen Bildfläche erschien, ist Gallagher in Form – privat wie beruflich. Und er macht das, was er immer machen wollte: „Ein paar Songs singen und Spaß haben.“ „Why Me? Why Not.“ ist ein weiterer Beleg dafür, dass er die Musikwelt bereichert. „Ich bin einfach gut darin, ein Rock ’n’ Roll-Star zu sein. Es gibt da draußen eine neue Generation, die mehr möchte – und darum bekommt sie das auch.“

UNSERE ANMERKUNGEN

Nachdem er 2017 seine Solokarriere mit dem Platin-ausgezeichneten Album „As You Were“ gestartet hatte, äußerte sich Liam Gallagher hinsichtlich des bereits geplanten Nachfolgers schlicht im Sinne von: Tu es wieder und mach es besser! „Ich werde den Stil meiner Musik niemals ändern“, erzählt er Apple Music. „Mir ist klar, was die Besucher meiner Konzerte hören möchten und was nicht, also ist es sehr einfach. Ich versuche nicht, ein zweites „Sgt. Pepper“ oder „The Wall“ zu machen. Es ist, was es ist. Neil Young hat seinen Sound seit 40 Jahren nicht geändert, und niemand nimmt ihm das übel. Aber ich bin auch weit davon entfernt, mich mit Neil Young zu vergleichen.“


Liam ist sich sehr bewusst, was er ist: der größte Rock ’n’ Roll-Sänger seiner Generation. Auf „Why Me? Why Not.“ zittert seine Stimme förmlich vor Liebe, Weisheit, Zorn und Schmerz. Er ist genauso unwiderstehlich wie in der Hochphase von Oasis – und dies sind einige der besten Songs, an denen er in den letzten zwei Jahrzehnten gearbeitet hat. Er ist beeindruckend bissig im kraftvollen Glam Rock von „Shockwave“ und elektrisierend in „The River“, zwei Psych-Rock-Triebwerke für die Seele. Die sanfteren Momente sind genauso mitreißend, nicht zuletzt dann, wenn er in „Now That I’ve Found You“ immerwährende Liebe zu seiner Tochter Molly schwört. Das Kernstück ist „Once“, ein nachdenklicher, sehr zu Herzen gehender Song mit einem jener Gänsehaut-Refrains, die seit 25 Jahren sein Markenzeichen sind. „Es ist einer dieser Songs, der dir alle paar Jahre gelingt, vielleicht auch nur einmal im Leben“, sagt er. „Wir hatten einige davon bei Oasis. Ich glaube, wenn Noel den Song geschrieben hätte oder wenn er als Oasis-Track veröffentlicht worden wäre, würden die Leute ausflippen. Ich finde, es hat denselben Stellenwert wie alles, was Lennon, Pink Floyd oder Bowie geschaffen haben. Es ist so, als würde ich schweben, wenn ich ihn singe. Wenn ihr mich also fliegen seht, wisst ihr, dass ich Spaß habe.“


In „One of Us“ singt Gallagher: „Come on, I know you want more/Come on and open your door/After it all, you’ll find out/You were always one of us.“ Es ist ein Friedensangebot an Noel – auch wenn Liam nicht wirklich glaubt, dass es angenommen wird. „Mein Gott, nein, auf keinen Fall, Leute. Er möchte mit mir aus vielen Gründen nicht mehr zusammenarbeiten. Wisst ihr auch, warum? Weil er weiß, dass er die Arbeit teilen müsste, und wenn er neben mir steht, wird er sehr, sehr klein. Das möchte er nicht, denn er will allein im Rampenlicht stehen. Aber so ist es halt, man versucht es weiterhin, oder? Ich denke, das wird das letzte Mal sein. Ich bin durch damit und werde mein Ding weitermachen.“


„Aber ich werde ihn weiter sticheln, weil er es braucht – und umgekehrt. Aber es ist Liebe, Liebe, Liebe, nicht Hass, Hass, Hass. Ich hasse ihn nicht. Ich liebe ihn, wisst ihr, was ich meine?“


Weder das krachende Ende von Oasis noch das vergleichsweise sanfte Aus seiner Nachfolge-Band Beady Eye waren von Gallagher so gewollt. Aber nachdem er in den Songwritern und Produzenten Greg Kurstin und Andrew Wyatt zwei Mitstreiter gefunden hatte, „die genau wissen, um was es mir geht“, trat er als einzigartige Stimme großer, emotionaler Rocksongs zurück ins Rampenlicht.


„Ich habe vier Jahre lang so gut wie nichts getan“, sagt er zu der schweren Zeit zwischen dem Ende von Beady Eye und „As You Were“, in die zudem seine Scheidung fiel. „Ich war aber auch nicht ohne Essen in der Wüste gestrandet oder bin von den Taliban gefangen genommen worden. Ich war im Pub und habe mich ziemlich gehen lassen, doch ich hatte während dieser Zeit auch die Gelegenheit, mein Privatleben in Ordnung zu bringen. Man sollte mit sich im Reinen sein. Ich habe noch viel vor. Solange die Leute mich sehen und hören wollen, werde ich weitermachen, denn es gibt nichts anderes zu tun und es ist der beste Gig der Welt.“


25 Jahre nachdem er mit Oasis auf der musikalischen Bildfläche erschien, ist Gallagher in Form – privat wie beruflich. Und er macht das, was er immer machen wollte: „Ein paar Songs singen und Spaß haben.“ „Why Me? Why Not.“ ist ein weiterer Beleg dafür, dass er die Musikwelt bereichert. „Ich bin einfach gut darin, ein Rock ’n’ Roll-Star zu sein. Es gibt da draußen eine neue Generation, die mehr möchte – und darum bekommt sie das auch.“

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