16 Titel, 1 Stunde 5 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

Keanes fünftes Studioalbum „Cause and Effect“ geht auf zwei Schlüsselmomente im Leben von Keane-Songwriter Tim Rice-Oxley zurück: zum einen seine Scheidung, zum anderen eine Fahrt unter Alkoholeinfluss, die mit einem Autounfall und anschließend in der Ausnüchterungszelle endete. Wie für Keane üblich, wurden die sehr intimen, wenn auch schmerzhaften Erfahrungen (und gewonnenen Erkenntnisse) erfolgreich kreativ verarbeitet. Aber Rice-Oxley gibt auch zu, dass es ein wenig einfacher ist, solch persönliche und verletzliche Ereignisse mit der Öffentlichkeit zu teilen, wenn man mit Tom Chaplin einen der großartigsten Britpop-Sänger an seiner Seite hat, der die Inhalte entsprechend rüberbringt. „Es gibt niemand anderen, dem ich diese Erfahrungen und für mich so wichtigen Songs anvertrauen würde“, verrät Rice-Oxley Apple Music. „Es ist für mich eine wahre Freude zu sehen, wie er aus dem Ausgangsmaterial etwas Größeres macht.“ Rice-Oxley führte Apple Music Track für Track durch „Cause and Effect“.


„You’re Not Home“

„In dem Song geht es um das schreckliche Gefühl, in einem leeren Haus zu sitzen, das einmal viel mehr als nur ein Zuhause war. Wir wollten damit eine entsprechende Atmosphäre kreieren. David Kosten, der das Album produziert hat, nahm dabei Bezug auf Björk und Peter Gabriel. Es beginnt mit atmosphärischen Sprüngen, die wie Sternenkollisionen beinahe zufällig entstehen, wodurch ein interessanter Kontrast entsteht. Es baut sich zunächst stetig auf, dann kommt es zu einem starken Abfall – wie ein emotionaler Ausbruch. Am Ende des Songs hast du das Gefühl, einer emotionalen Achterbahnfahrt beigewohnt zu haben – dabei handelt es sich gerade einmal um den ersten Track. Wir wollten sofort auf den dramatischen Aspekt des Albums verweisen.“


„Love Too Much“

„Dies ist einer der poppigsten Songs des Albums. Ich habe zuletzt viel Taylor Swift, Dua Lipa und Ariana Grande gehört und dann über den Groove und Rhythmus des Stücks nachgedacht. Ich habe es früh am Morgen geschrieben und dachte, es sei ziemlich eingängig. Ich wollte, dass es sich bedeutungsvoll und nicht wie ein Wegwerfprodukt anfühlt. Ich versuchte, darüber zu schreiben, wie eine Beziehung wirklich intensiv sein kann. Manchmal werden die Dinge auch derart intensiv, dass sich die Beziehung selbst zerstört. Wie bei allen Songs des Albums ist auch dies ein Blick auf die Reise, die ich in den letzten sieben Jahren nach dem Zerbrechen meiner Ehe zurückgelegt habe. Ich denke, das ist etwas, was viele Menschen kennen. Wenn du etwas so intensiv fühlst, kann es dich desorientiert und verloren zurücklassen, wenn es vorbei ist. Die Wahrheit ist aber, dass diese Erfahrung dein Leben in einer Art bereichert, die niemals wieder verloren gehen wird. Es ist wirklich wichtig, manchmal daran festzuhalten.“


„The Way I Feel“

Einer unserer absoluten Favoriten. Ich wollte einige der psychologischen Auswirkungen sammeln, wenn das Leben eine falsche Wendung nimmt. Zum Beispiel: ‚Ich möchte einfach nur normal sein. Ich möchte wie jeder andere sein und wissen, warum ich bestimmte Gefühle zur Liebe, zu mir selbst oder irgendetwas habe.’ Die Botschaft des Songs ist sehr positiv, indem ich versuche zu sagen, dass jeder einmal großen Mist durchlebt. So wie du dich fühlst, fühlst du dich halt. Das ist absolut wahr. Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass die Menschen das hören und versuchen zu verstehen, dass es sie selbst und alle anderen betrifft.“


„Put the Radio On“

„Wir verbrachten ziemlich viel Zeit damit, über die Entstehung des Albums nachzudenken. Es entstand nicht chronologisch, sondern eher psychologisch. Für mich bilden ‚Put the Radio On‘, ‚Strange Room‘ und ‚Stupid Things‘ eine Einheit und erzählen kleine Geschichten über mich und meine Beziehung. ‚Put the Radio On‘ ist beinahe wie ein Jam mit diesem hypnotischen, zyklischen Groove. In den ersten drei Minuten des Songs gibt es nur einen Akkord, was so ziemlich das Gegenteil von einem melodiösen Zugang ist. Generell geht es um verbotenen Sex … als ob du in einen Wassergraben gesogen wirst. Und obwohl du weißt, dass es ein Kampf wird, rutschst du trotzdem hinein. Du kannst nicht stoppen, und es ist die Schönheit und das Dunkle, die dich anziehen. Die zweite Hälfte des Songs ist eher romantisch. Man möchte einfach in diesen besonderen Momenten des Lebens schwelgen.“


„Strange Room“

„Ein sehr romantischer Song. Ich hatte diese wirklich nette Gruppe von Freunden in Sussex, wo ich in England lebe. Wir trafen uns in meiner Wohnung und sangen zusammen Songs, was eine wirklich große Unterstützung in der ersten Zeit nach meiner Trennung war. Dann zog der Besitzer eines lokalen Pubs weg und in der Nacht seiner Abschiedsparty trank ich viel zu viel, setzte mich dämlicherweise noch ans Steuer und landete in einem Graben neben der Straße. Ich wurde verhaftet und verbrachte einige Stunden in einer Gefängniszelle. Ich dachte: ‚Mist, wie konnte das nur passieren? Was mache ich da? Das bin doch überhaupt nicht ich.‘ Es ist eine sanfte und mitfühlende Art auszudrücken, was in einem vorgehen und zu fatalen Entscheidungen führen kann. Es ist ein wirklich wichtiger Song des Albums, vor allem auch deshalb, weil Tom sich sofort damit identifizieren konnte.“


„Stupid Things“

„Stupid Things ist ziemlich ungewöhnlich für Keane – ein Storytelling-Song. Zum Teil bezieht er sich auf meine eigenen Erfahrungen. Ich bin einfach von der Spur abgekommen, ich mochte die Idee, davon zu erzählen, indem ich mir eine völlig gewöhnliche Figur vorstelle, die im Londoner Finanzdistrikt arbeitet. Ich stelle mir vor, wie er einen ganz harmlosen After-Work-Drink nimmt. Und dann einen weiteren. Dann triffst du jemanden und die Dinge geraten außer Kontrolle. Ehe du dich versiehst, wirst du von einer mustergültigen, ehrlichen Person, die die komplette Kontrolle über ihr Leben hat, zu jemandem, der sich völlig im Chaos verliert. Das kann ganz schnell passieren, Menschen tun das ständig. Wir graben uns diese Löcher, aus denen wir dann nur sehr schwer wieder herauskommen. Der Chorus erklingt wie eine Litanei aus Fehlern, aber in der Strophe wird ausgedrückt, wie leicht so etwas passieren kann. Nur weil du auf einmal gutes Geld verdienst, macht dich das nicht plötzlich zu einer anderen oder besseren Person. Du bist weiterhin genauso verletzlich wie alle anderen.“


„Phases“

„Das ist ein neuer Abschnitt auf dem Album. All dies passierte und all diese Dinge gehen schief. Dann denke ich, dass ‚Phases‘ eine Art Einleitung ist: ‚Es ist eine menschliche Erfahrung. Es ist okay, wenn das Leben nicht so verläuft, wie du es mit 22 geplant hast.‘ Ich kann das wirklich schlecht akzeptieren, auch jetzt noch. Du denkst, dass du dir einen Lebensplan aufgestellt hast. Die Wahrheit ist aber, dass es selten so kommt, wie du es dir vorstellst. Es ist schön, zu sagen: ‚Okay, das war’s, eine Tür wurde geschlossen, aber eine andere öffnet sich.‘ Es ist ein hoffnungsvoller Song, der in etwa widerspiegelt, was ich fühle. Es ist ein wenig so, als richtete ich mich wieder auf. Hoffentlich erreiche ich damit auch andere Menschen.“


„I’m Not Leaving“

„Eine Liebesbekundung an meine Töchter. Einfach, um ihnen zu sagen, dass ich immer da bin. Ich stellte sie mir als Teenager vor, wie sie die unschönen Seiten des Lebens entdecken, wie Herzschmerz oder zu viel Alkohol. Vielleicht werden sie Fehler dieser Art machen und dadurch die Härte des Lebens erfahren. Es ist einfach eine Art zu sagen: ‚Dad ist immer da, egal was passiert.‘“


„Thread“

„Ich habe versucht zu beschreiben, wie brüchig eine Ehe sein kann. Ich dachte wirklich, ich würde für immer mit meiner Frau zusammen sein. Ich versuchte zu sagen: ‚Ich fand mich in der Situation wieder, in der ich mich fühlte, als hinge ich am seidenen Faden, und die Dinge waren alle recht brüchig.‘ Es geht darum, wie wertvoll gewisse Dinge sind und wie schnell sie enden können.“


„Chase the Night Away“

„Dies ist ein deutlich positiverer Song, in dem es um die Zukunft geht. Es geht um eine neue Liebe und darum, wie schwierig es ist, wieder von vorn anzufangen – vor allem, wenn man älter wird. Es ist nicht wie mit 21, mit einer Beziehung nach der anderen. Du suchst nach der richtigen Person und planst deine Zukunft. Wenn du in deinen Vierzigern bist und einen Neuanfang wagst, ist es anders, kompliziert. Es ist immer noch Schönheit da, es gibt immer noch Möglichkeiten. Ich habe diese Songs für jemanden geschrieben, den ich getroffen habe, und dem ich versuchte zu sagen: ‚Es gibt Hoffnung. Danke, dass du mir Licht genauso wie Schatten gezeigt hast.‘“


„I Need Your Love“

„Dieser Song wurde in einer Zeit ziemlicher Verzweiflung geschrieben. Er ist ein hymnischer Lovesong à la Lennon und Springsteen. Die Schmerzen der Verzweiflung, die sich in den Lyrics offenbaren, sind geradezu demütigend. Es ist wie: ‚Ich versuche, alles richtig zu machen. Ich demütige mich selbst, um dich glücklich zu machen.‘ Das ist keine gesunde Art zu leben. Das Album endet mit diesem nuancierten Blick auf Beziehungen. Das ganze Album ist ein Trennungsalbum. Wir wollten keine einfache Auflösung. Ich mag es, dass wir am Ende alle zusammen singen – fast wie ein Chor, ein Mantra, dass wir diese Liebe brauchen. Es bedeutet uns sehr viel, und hoffentlich auch den Zuhörern.“

UNSERE ANMERKUNGEN

Keanes fünftes Studioalbum „Cause and Effect“ geht auf zwei Schlüsselmomente im Leben von Keane-Songwriter Tim Rice-Oxley zurück: zum einen seine Scheidung, zum anderen eine Fahrt unter Alkoholeinfluss, die mit einem Autounfall und anschließend in der Ausnüchterungszelle endete. Wie für Keane üblich, wurden die sehr intimen, wenn auch schmerzhaften Erfahrungen (und gewonnenen Erkenntnisse) erfolgreich kreativ verarbeitet. Aber Rice-Oxley gibt auch zu, dass es ein wenig einfacher ist, solch persönliche und verletzliche Ereignisse mit der Öffentlichkeit zu teilen, wenn man mit Tom Chaplin einen der großartigsten Britpop-Sänger an seiner Seite hat, der die Inhalte entsprechend rüberbringt. „Es gibt niemand anderen, dem ich diese Erfahrungen und für mich so wichtigen Songs anvertrauen würde“, verrät Rice-Oxley Apple Music. „Es ist für mich eine wahre Freude zu sehen, wie er aus dem Ausgangsmaterial etwas Größeres macht.“ Rice-Oxley führte Apple Music Track für Track durch „Cause and Effect“.


„You’re Not Home“

„In dem Song geht es um das schreckliche Gefühl, in einem leeren Haus zu sitzen, das einmal viel mehr als nur ein Zuhause war. Wir wollten damit eine entsprechende Atmosphäre kreieren. David Kosten, der das Album produziert hat, nahm dabei Bezug auf Björk und Peter Gabriel. Es beginnt mit atmosphärischen Sprüngen, die wie Sternenkollisionen beinahe zufällig entstehen, wodurch ein interessanter Kontrast entsteht. Es baut sich zunächst stetig auf, dann kommt es zu einem starken Abfall – wie ein emotionaler Ausbruch. Am Ende des Songs hast du das Gefühl, einer emotionalen Achterbahnfahrt beigewohnt zu haben – dabei handelt es sich gerade einmal um den ersten Track. Wir wollten sofort auf den dramatischen Aspekt des Albums verweisen.“


„Love Too Much“

„Dies ist einer der poppigsten Songs des Albums. Ich habe zuletzt viel Taylor Swift, Dua Lipa und Ariana Grande gehört und dann über den Groove und Rhythmus des Stücks nachgedacht. Ich habe es früh am Morgen geschrieben und dachte, es sei ziemlich eingängig. Ich wollte, dass es sich bedeutungsvoll und nicht wie ein Wegwerfprodukt anfühlt. Ich versuchte, darüber zu schreiben, wie eine Beziehung wirklich intensiv sein kann. Manchmal werden die Dinge auch derart intensiv, dass sich die Beziehung selbst zerstört. Wie bei allen Songs des Albums ist auch dies ein Blick auf die Reise, die ich in den letzten sieben Jahren nach dem Zerbrechen meiner Ehe zurückgelegt habe. Ich denke, das ist etwas, was viele Menschen kennen. Wenn du etwas so intensiv fühlst, kann es dich desorientiert und verloren zurücklassen, wenn es vorbei ist. Die Wahrheit ist aber, dass diese Erfahrung dein Leben in einer Art bereichert, die niemals wieder verloren gehen wird. Es ist wirklich wichtig, manchmal daran festzuhalten.“


„The Way I Feel“

Einer unserer absoluten Favoriten. Ich wollte einige der psychologischen Auswirkungen sammeln, wenn das Leben eine falsche Wendung nimmt. Zum Beispiel: ‚Ich möchte einfach nur normal sein. Ich möchte wie jeder andere sein und wissen, warum ich bestimmte Gefühle zur Liebe, zu mir selbst oder irgendetwas habe.’ Die Botschaft des Songs ist sehr positiv, indem ich versuche zu sagen, dass jeder einmal großen Mist durchlebt. So wie du dich fühlst, fühlst du dich halt. Das ist absolut wahr. Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass die Menschen das hören und versuchen zu verstehen, dass es sie selbst und alle anderen betrifft.“


„Put the Radio On“

„Wir verbrachten ziemlich viel Zeit damit, über die Entstehung des Albums nachzudenken. Es entstand nicht chronologisch, sondern eher psychologisch. Für mich bilden ‚Put the Radio On‘, ‚Strange Room‘ und ‚Stupid Things‘ eine Einheit und erzählen kleine Geschichten über mich und meine Beziehung. ‚Put the Radio On‘ ist beinahe wie ein Jam mit diesem hypnotischen, zyklischen Groove. In den ersten drei Minuten des Songs gibt es nur einen Akkord, was so ziemlich das Gegenteil von einem melodiösen Zugang ist. Generell geht es um verbotenen Sex … als ob du in einen Wassergraben gesogen wirst. Und obwohl du weißt, dass es ein Kampf wird, rutschst du trotzdem hinein. Du kannst nicht stoppen, und es ist die Schönheit und das Dunkle, die dich anziehen. Die zweite Hälfte des Songs ist eher romantisch. Man möchte einfach in diesen besonderen Momenten des Lebens schwelgen.“


„Strange Room“

„Ein sehr romantischer Song. Ich hatte diese wirklich nette Gruppe von Freunden in Sussex, wo ich in England lebe. Wir trafen uns in meiner Wohnung und sangen zusammen Songs, was eine wirklich große Unterstützung in der ersten Zeit nach meiner Trennung war. Dann zog der Besitzer eines lokalen Pubs weg und in der Nacht seiner Abschiedsparty trank ich viel zu viel, setzte mich dämlicherweise noch ans Steuer und landete in einem Graben neben der Straße. Ich wurde verhaftet und verbrachte einige Stunden in einer Gefängniszelle. Ich dachte: ‚Mist, wie konnte das nur passieren? Was mache ich da? Das bin doch überhaupt nicht ich.‘ Es ist eine sanfte und mitfühlende Art auszudrücken, was in einem vorgehen und zu fatalen Entscheidungen führen kann. Es ist ein wirklich wichtiger Song des Albums, vor allem auch deshalb, weil Tom sich sofort damit identifizieren konnte.“


„Stupid Things“

„Stupid Things ist ziemlich ungewöhnlich für Keane – ein Storytelling-Song. Zum Teil bezieht er sich auf meine eigenen Erfahrungen. Ich bin einfach von der Spur abgekommen, ich mochte die Idee, davon zu erzählen, indem ich mir eine völlig gewöhnliche Figur vorstelle, die im Londoner Finanzdistrikt arbeitet. Ich stelle mir vor, wie er einen ganz harmlosen After-Work-Drink nimmt. Und dann einen weiteren. Dann triffst du jemanden und die Dinge geraten außer Kontrolle. Ehe du dich versiehst, wirst du von einer mustergültigen, ehrlichen Person, die die komplette Kontrolle über ihr Leben hat, zu jemandem, der sich völlig im Chaos verliert. Das kann ganz schnell passieren, Menschen tun das ständig. Wir graben uns diese Löcher, aus denen wir dann nur sehr schwer wieder herauskommen. Der Chorus erklingt wie eine Litanei aus Fehlern, aber in der Strophe wird ausgedrückt, wie leicht so etwas passieren kann. Nur weil du auf einmal gutes Geld verdienst, macht dich das nicht plötzlich zu einer anderen oder besseren Person. Du bist weiterhin genauso verletzlich wie alle anderen.“


„Phases“

„Das ist ein neuer Abschnitt auf dem Album. All dies passierte und all diese Dinge gehen schief. Dann denke ich, dass ‚Phases‘ eine Art Einleitung ist: ‚Es ist eine menschliche Erfahrung. Es ist okay, wenn das Leben nicht so verläuft, wie du es mit 22 geplant hast.‘ Ich kann das wirklich schlecht akzeptieren, auch jetzt noch. Du denkst, dass du dir einen Lebensplan aufgestellt hast. Die Wahrheit ist aber, dass es selten so kommt, wie du es dir vorstellst. Es ist schön, zu sagen: ‚Okay, das war’s, eine Tür wurde geschlossen, aber eine andere öffnet sich.‘ Es ist ein hoffnungsvoller Song, der in etwa widerspiegelt, was ich fühle. Es ist ein wenig so, als richtete ich mich wieder auf. Hoffentlich erreiche ich damit auch andere Menschen.“


„I’m Not Leaving“

„Eine Liebesbekundung an meine Töchter. Einfach, um ihnen zu sagen, dass ich immer da bin. Ich stellte sie mir als Teenager vor, wie sie die unschönen Seiten des Lebens entdecken, wie Herzschmerz oder zu viel Alkohol. Vielleicht werden sie Fehler dieser Art machen und dadurch die Härte des Lebens erfahren. Es ist einfach eine Art zu sagen: ‚Dad ist immer da, egal was passiert.‘“


„Thread“

„Ich habe versucht zu beschreiben, wie brüchig eine Ehe sein kann. Ich dachte wirklich, ich würde für immer mit meiner Frau zusammen sein. Ich versuchte zu sagen: ‚Ich fand mich in der Situation wieder, in der ich mich fühlte, als hinge ich am seidenen Faden, und die Dinge waren alle recht brüchig.‘ Es geht darum, wie wertvoll gewisse Dinge sind und wie schnell sie enden können.“


„Chase the Night Away“

„Dies ist ein deutlich positiverer Song, in dem es um die Zukunft geht. Es geht um eine neue Liebe und darum, wie schwierig es ist, wieder von vorn anzufangen – vor allem, wenn man älter wird. Es ist nicht wie mit 21, mit einer Beziehung nach der anderen. Du suchst nach der richtigen Person und planst deine Zukunft. Wenn du in deinen Vierzigern bist und einen Neuanfang wagst, ist es anders, kompliziert. Es ist immer noch Schönheit da, es gibt immer noch Möglichkeiten. Ich habe diese Songs für jemanden geschrieben, den ich getroffen habe, und dem ich versuchte zu sagen: ‚Es gibt Hoffnung. Danke, dass du mir Licht genauso wie Schatten gezeigt hast.‘“


„I Need Your Love“

„Dieser Song wurde in einer Zeit ziemlicher Verzweiflung geschrieben. Er ist ein hymnischer Lovesong à la Lennon und Springsteen. Die Schmerzen der Verzweiflung, die sich in den Lyrics offenbaren, sind geradezu demütigend. Es ist wie: ‚Ich versuche, alles richtig zu machen. Ich demütige mich selbst, um dich glücklich zu machen.‘ Das ist keine gesunde Art zu leben. Das Album endet mit diesem nuancierten Blick auf Beziehungen. Das ganze Album ist ein Trennungsalbum. Wir wollten keine einfache Auflösung. Ich mag es, dass wir am Ende alle zusammen singen – fast wie ein Chor, ein Mantra, dass wir diese Liebe brauchen. Es bedeutet uns sehr viel, und hoffentlich auch den Zuhörern.“

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